Messung des Anlagerisikos

Wie riskant sind Ihre Wetten?

Messen Sie das Risiko mit Instrumenten wie Standardabweichung, Beta und VaR.

Warum sollte man das Anlagerisiko messen?

Anleger benötigen klare Einblicke in die Portfoliovolatilität und wie einzelne Vermögenswerte auf verschiedene Marktbedingungen reagieren.

Die Risikomessung ermöglicht es Anlegern, ihre Bestände mit ihrer persönlichen Risikotoleranz und ihren langfristigen finanziellen Zielen in Einklang zu bringen.

Sie zeigt auch auf, wie Renditeschwankungen die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung beeinflussen können, und hilft Anlegern, sich auf potenzielle Herausforderungen vorzubereiten und gleichzeitig einen strategischen, fundierten Ansatz für das Portfoliomanagement beizubehalten.

Standardabweichung (Volatilitätsindikator)

Die Standardabweichung misst die Variabilität der Renditen einer Anlage im Verhältnis zu ihrem Durchschnitt.

Höhere Werte deuten auf größere Volatilität und höheres Risiko mit erheblichen Renditeschwankungen hin, während niedrigere Werte auf Stabilität hindeuten.

Beispielsweise zeigt eine Standardabweichung von 15% eine moderate Variabilität, während 30% ein deutlich höheres Risiko widerspiegelt.

Sie wird im Finanzwesen häufig verwendet, um das Risiko von Vermögenswerten oder Portfolios zu bewerten, wobei größere Werte oft mit größerer Unsicherheit und dem Potenzial für Verluste oder Gewinne verbunden sind.

Die Standardabweichung im Detail

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σ | Sigma – Standardabweichung der Grundgesamtheit: durchschnittliche Entfernung der Werte von μ. Großes σ → breite Streuung, volatile Daten im Zeitverlauf; kleines σ → enge, stabile Menge.<br>

N – Größe der Grundgesamtheit, Gesamtzahl der berücksichtigten Werte. Die Division durch N (nicht N − 1) ergibt die exakte Streuung für die gesamte Grundgesamtheit.<br>

xᵢ – i-ter Wert. Die quadrierte Abweichung (xᵢ − μ)² hebt das Vorzeichen auf und verstärkt große Ausreißer vor der Summierung, was die Varianz bestimmt.<br>

μ – Mittelwert der Grundgesamtheit, der zentrale Punkt, um den sich die Abweichungen ausgleichen.

Jane bewältigt die Volatilität

Nachdem die unvorhersehbaren Kursschwankungen von TechSpark ihr Portfolio erschüttert hatten, analysierte Jane dessen Standardabweichung und stellte fest, dass sie ihre Gesamtvolatilität nahezu verdoppelte.

Beunruhigt verkaufte sie die Hälfte ihrer Position und investierte 2.000 $ in CitySafe-Anleihen, um Stabilität zu suchen.

Die Anpassung stabilisierte ihr Portfolio, und als der Markt später nachgab, schätzte Jane ihre Weitsicht.

Die Anleihen boten einen stabilisierenden Anker, balancierten ihr Engagement aus und bewiesen den Wert einer strategischen Umschichtung.

Beta (Marktkorrelation)

Beta quantifiziert die Reaktionsfähigkeit eines Vermögenswerts auf Marktbewegungen und dient als Maß für das Marktrisiko.

Ein Beta von 1 zeigt an, dass sich der Vermögenswert proportional zum Markt bewegt.

Werte über 1 stehen für eine höhere Volatilität im Vergleich zum Markt, während Werte unter 1 eine geringere Sensitivität anzeigen.

Beta hilft zu bewerten, wie sich Veränderungen der allgemeinen Marktbedingungen auf die Rendite eines Vermögenswerts auswirken können, und bietet Einblicke in sein relatives Risiko im Vergleich zu breiteren Markttrends.

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