Häufige Verhaltensverzerrungen

Seltsame Denkweisen von Anlegern.

Emotionen erkennen und steuern, die Entscheidungen verzerren.

Einführung in Verhaltensverzerrungen

In dieser Lektion werden wir häufige Verhaltensverzerrungen untersuchen – mentale Abkürzungen und emotionale Gewohnheiten, die dazu führen können, dass Menschen schlechte finanzielle Entscheidungen treffen, ohne es überhaupt zu bemerken.

Diese Verzerrungen betreffen jeden, von Anfängern bis hin zu erfahrenen Profis.

Sie werden lernen, was diese Verzerrungen sind, wie sie in alltäglichen Anlagesituationen auftreten, und vor allem dieses Bewusstsein anwenden, um in Zukunft durchdachtere und selbstbewusstere finanzielle Entscheidungen zu treffen.

Selbstüberschätzung

Selbstüberschätzung tritt auf, wenn Menschen glauben, dass sie beim Investieren besser sind, als sie es tatsächlich sind.

Dies kann dazu führen, dass sie unnötige Risiken eingehen und zu häufig handeln, weil sie denken, sie könnten den Markt überlisten.

Anleger können sich ihrer Prognosen übermäßig sicher sein, selbst ohne solide Beweise.

Infolgedessen ignorieren sie möglicherweise Warnsignale, handeln häufig, geben viel für Gebühren aus und erzielen letztendlich eine schlechtere Performance, als wenn sie einen vorsichtigeren, disziplinierteren Ansatz gewählt hätten.

Ankereffekt und Anpassung

Der Ankereffekt tritt auf, wenn Menschen sich zu stark auf die erste Information verlassen, die sie erhalten – den sogenannten "Anker" – selbst wenn diese veraltet oder nicht mehr relevant ist.

Wenn beispielsweise eine Aktie einmal bei 100 $ gehandelt wurde, könnte ein Anleger immer noch glauben, dass sie diesen Betrag wert ist, selbst wenn das Unternehmen schwächer geworden ist.

Diese Verzerrung erschwert die Anpassung an neue Fakten.

Infolgedessen können Anleger den wahren Wert eines Vermögenswerts falsch einschätzen und auf der Grundlage fehlerhafter Referenzpunkte schlechte Kauf- oder Verkaufsentscheidungen treffen.

Repräsentativitätsheuristik und Mustererkennung

Die Repräsentativitätsheuristik führt dazu, dass Menschen annehmen, dass sich vertraute Muster wiederholen werden.

Wenn beispielsweise ein neues Technologieunternehmen einen Anleger an einen vergangenen Erfolg erinnert, könnte er das gleiche Ergebnis erwarten – ohne wichtige Fakten wie Umsatz, Verschuldung oder Wettbewerb zu prüfen, bei denen sich diese Unternehmen unterscheiden könnten.

Dies führt dazu, dass Anleger jüngsten Gewinnern hinterherjagen oder dem Hype folgen und dabei oft Warnsignale ignorieren.

Da Märkte unvorhersehbar sind, kann das Verlassen auf oberflächliche Ähnlichkeiten zu schlechtem Timing, Überzahlung oder zu frühem Verkauf aus Angst führen.

Jordan bewertet vergangene Gewinner

Jordan, der immer noch bei LumenX Energy arbeitet, prüft Investmentfonds für sein Portfolio.

Er wählt den Stellar Growth Fund, der im letzten Jahr 28 % zugelegt hat – weit über dem Marktdurchschnitt von 12 %.

In der Annahme, dass er weiterhin gut abschneiden wird, ignoriert er wichtige Fakten: eine jährliche Gebühr von 2 %, einige riskante Technologiebeteiligungen und eine Geschichte starker Einbrüche in schlechten Märkten.

Jordan tappt in die Falle der Repräsentativitätsheuristik – er beurteilt den Fonds nach vergangenen Renditen, anstatt seine Risiken und langfristigen Aussichten zu verstehen.

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