Der Einfluss der Psychologie auf die Märkte

Seltsame Denkweisen von Anlegern.

Emotionen erkennen und steuern, die Entscheidungen verzerren.

Wie Psychologie die Märkte bewegt

Märkte werden in der Regel als logische Systeme betrachtet, die von Fakten, Daten und Analysen geleitet werden.

Aber in der realen Welt können Emotionen wie Angst, Gier und Euphorie die Kurse genauso stark beeinflussen wie Finanznachrichten.

Diese Lektion untersucht, wie die Psychologie der Anleger Trends formt, unerwartete Kursbewegungen verursacht und sowohl Blasen als auch Crashs befeuert.

Sie werden lernen, wie Stimmungen, Herdenverhalten und sogar eingängige Geschichten die Märkte auf kraftvolle und oft irrationale Weise bewegen können, die Zahlen allein nicht erklären können.

Marktanomalien und verhaltensökonomische Erklärungen

Einige Marktmuster entsprechen nicht dem, was traditionelle Finanzmodelle vorhersagen würden.

Zum Beispiel zeigt der "Januar-Effekt", dass Aktien oft zu Jahresbeginn steigen, möglicherweise aufgrund von Anlegeroptimismus oder Portfolio-Rebalancing.

Ein weiterer Fall ist die Post-Earnings-Drift, bei der eine Aktie nach der Veröffentlichung von Gewinnmeldungen wochenlang weiter steigt oder fällt.

Diese "Anomalien" mögen zufällig erscheinen, aber die Verhaltensfinanzierung erklärt sie als Ergebnis von Emotionen, Gewohnheiten und verzögerten Reaktionen der Anleger.

Anlegerstimmung und Marktstimmung

Die Marktstimmung, oder Anlegerstimmung, kann sich schnell ändern, basierend auf Schlagzeilen, sozialen Medien oder wichtigen Ereignissen.

Wenn Anleger hoffnungsvoll sind, steigen die Kurse oft, selbst wenn die Daten den Optimismus nicht stützen.

Auf der anderen Seite kann Angst scharfe Verkaufswellen auslösen, selbst bei kleinen schlechten Nachrichten. Diese emotionale Reaktion erzeugt Volatilität.

Zum Beispiel kann eine leichte Gewinnverfehlung einen Aktienkurseinbruch verursachen, wenn die Stimmung bereits angespannt ist, was zeigt, wie Gefühle bei Marktreaktionen Fakten überwiegen können.

Rückkopplungsschleifen und Reflexivität

Rückkopplungsschleifen entstehen, wenn das Verhalten der Anleger die Kurse verschiebt und diese Kursänderungen wiederum das Anlegerverhalten beeinflussen – ein Prozess, den George Soros als Reflexivität bezeichnet.

Steigende Kurse wecken Vertrauen und frische Käufe, die die Werte noch höher treiben und Blasen befeuern, wie die Dotcom-Technologieblase 1999.

In Abschwüngen lösen fallende Kurse Angst, Zwangsverkäufe und Margin Calls aus, die Verluste vertiefen und Panik verbreiten, wodurch routinemäßige Rückgänge zu langwierigen Bärenmärkten werden, wie es geschah, als die Blase platzte.

Jordan folgt der Masse

Im März sieht Jordan, wie KI-Aktien in die Höhe schießen, und investiert 12.000 $ in NEXTQ, einen Technologie-ETF, bei 160 $ pro Anteil.

Er verzichtet auf Recherche, beeinflusst von Hype und Masseneuphorie, obwohl das KGV des ETF über 70 liegt.

Zwei Monate später lösen Zinsängste einen Rückgang aus. NEXTQ fällt auf 122 $, was ihn 2.800 $ kostet.

Rückblickend erkennt Jordan, dass er der Masse gefolgt ist, anstatt seine Hausaufgaben zu machen.

Der Verlust lehrt ihn, wie Herdenverhalten und FOMO zu kostspieligen, emotionalen Entscheidungen führen können.

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