Benchmarking und Preissetzungsmacht

Brent, WTI und darüber hinaus

Erfahren Sie, wie Rohstoff-Benchmarks globale Preise prägen und warum sie für Produzenten, Händler und Investoren wichtig sind.

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Was ist ein Rohstoff-Benchmark?

Ein Rohstoff-Benchmark ist wie ein Preisanker, eine Referenz, die zur Bewertung und zum Handel von Rohstoffen weltweit verwendet wird.

Er spiegelt den Marktkonsens über Qualität, Standort und Lieferbedingungen wider.

Denken Sie an Brent-Rohöl oder WTI für Öl, oder die London Metal Exchange für Kupfer. Für Getreide ist es das Chicago Board of Trade.

Benchmarks helfen dabei, Verträge zu standardisieren, die Preisbildung bei Futures zu steuern und den globalen Handel am Laufen zu halten.

Ohne sie wäre die Preisgestaltung chaotisch, insbesondere über Grenzen und Zeitzonen hinweg.

Die führenden Öl-Benchmarks

Brent und West Texas Intermediate (WTI) sind die führenden Öl-Benchmarks.

Brent-Rohöl wird aus der Nordsee gefördert und dient als Preisreferenz für den Großteil des weltweiten Öls.

Es ist etwas schwerer und schwefelhaltiger als WTI, was die Raffination etwas aufwendiger macht. Brent wird in London gehandelt und spiegelt globale Schifffahrtsrouten wider.

WTI ist leichter und süßer (=weniger Schwefel) und wird in Cushing, Oklahoma, gehandelt. WTI reagiert empfindlich auf US-Pipelines, Lagerbestände und Nachfrage.

Brent wird aufgrund seiner globalen Reichweite und strategischen Lage in der Regel mit einem Aufschlag gehandelt.

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Brent vs. WTI in der Ostara-Krise

Die Ölmärkte reagieren schnell auf den Staatsstreich in Ostara.

Eine Woche nach dem ersten Schock wird Brent-Rohöl immer noch fast 50% höher gehandelt, angetrieben von Befürchtungen über gestörte Exporte und Lieferverzögerungen.

WTI steigt ebenfalls und folgt Brent eng, aber sein Anstieg wird durch reichliche US-Lagerbestände etwas abgefedert.

Kenzo beobachtet beide. Der Anstieg von Brent signalisiert höhere Versandkosten, was sich direkt auf die globale Logistik von VoltMatter auswirkt.

WTI hilft bei der Prognose nordamerikanischer Kraftstofftrends und regionaler Preisverschiebungen.

LME und CBOT: Metalle und Getreide

Die London Metal Exchange (LME) legt globale Preise für Metalle wie Kupfer, Aluminium und Nickel fest.

Hier werden Futures-Kontrakte gehandelt und physische Lieferungen abgewickelt.

Das Chicago Board of Trade (CBOT), eine der ältesten Terminbörsen, setzt Benchmarks für Getreide wie Weizen, Mais und Sojabohnen. Landwirte, Produzenten und Investoren verlassen sich auf CBOT-Preise, um Ernten zu planen, Risiken abzusichern und Kosten zu steuern.

Diese Benchmarks spiegeln reale Lieferketten wider, von Minen und Schmelzwerken bis hin zu Bauernhöfen und Silos.

Wie Benchmarks Verträge prägen

Die meisten Rohstoffverträge werden relativ zu einem Benchmark bepreist.

Ein Kupfergeschäft könnte "LME-Preis plus 200 $/Tonne" lauten, um Lieferbedingungen oder Reinheit zu berücksichtigen.

Benchmarks reduzieren Streitigkeiten, verbessern die Transparenz und verankern die Preisgestaltung über Regionen hinweg.

Sie helfen Produzenten und Käufern bei der Budgetplanung, der Risikoabsicherung und dem Vergleich von Angeboten.

Kenzos Team verlässt sich auf benchmark-gebundene Verträge, um Kosten in volatilen Märkten zu stabilisieren — insbesondere für Halbleiter, Batterie-Rohstoffe und Seltene Erden.

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