
Der größte Börsengang der Welt macht Elon Musk zum ersten Billionär
6/12/20266/15/2026

Nach mehr als 100 Tagen Krieg haben die USA und der Iran ein Abkommen zur Beendigung der Kämpfe unterzeichnet. Entscheidend ist, dass diese Absichtserklärung die Wiedereröffnung der Straße von Hormus umfasst, der wichtigsten Energietransportroute der Welt.
"Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fließen!" schrieb US-Präsident Donald Trump in den sozialen Medien.
Die USA und der Iran sollten das Abkommen ursprünglich in der Schweiz unterzeichnen, doch die Zeremonie wurde abgesagt, nachdem die Parteien beschlossen hatten, stattdessen am Mittwoch per Fernzugriff zu unterzeichnen. Drei unter saudi-arabischer Flagge fahrende Tanker passierten die Straße von Hormus nur wenige Stunden danach. Es wird jedoch wahrscheinlich Wochen dauern, bis sich die Route normalisiert, da die Reedereien sicherstellen wollen, dass die Meerenge frei von Minen ist.
Das Abkommen ist ein Rahmen für einen 60-tägigen Waffenstillstand, kein fertiger Friedensvertrag. Es umfasst einen Waffenstillstand an allen Fronten, einschließlich des Libanon — obwohl Israel nach der Unterzeichnung neue Luftangriffe gestartet hat.

Aktien stiegen und Ölpreise fielen, als die Nachricht über das Abkommen bekannt wurde. Der Konflikt trieb den Rohöl-Benchmark Brent auf bis zu $126 pro Barrel und löste damit das aus, was die Internationale Energieagentur als "die größte Energiekrise der Geschichte" bezeichnet hat.
Investoren preisen ein stabileres Wachstum mit weniger Inflationsdruck und einer geringeren Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen durch große Zentralbanken ein.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt — 20% der weltweiten Öl- und Flüssigerdgasexporte wurden vor dem Krieg durch sie transportiert. Der Iran hat sie seit Ende Februar faktisch geschlossen — da die Angst vor Minen, Drohnen- und Raketenangriffen sowie bewaffneten Schnellbooten die meisten Schiffe von einer Durchfahrt abgehalten hat.
Die Rückkehr der Tanker auf die Route bedeutet mehr physisches Angebot, das die Märkte erreicht. Auch wenn es Zeit brauchen wird, bis sich der Verkehr normalisiert, reagieren die Märkte auf Erwartungen.
Sobald die Sanktionen aufgehoben werden, kann der Iran seine Ölexporte wieder aufnehmen und bringt damit einen Top-10-Produzenten zurück auf die globalen Märkte.
Das Rahmenabkommen hat die Märkte weltweit erfreut, aber die USA und der Iran haben noch heikle Fragen zu klären.
In den USA fällt das Abkommen vor die Zwischenwahlen im November, wobei die Kraftstoffpreise ein zentrales Thema für die Wähler sind.
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