
2/25/2026

Warner Bros Discovery steht zwischen zwei konkurrierenden Visionen für seine Zukunft. Der Vorstand hat bereits Netflix' Gebot von 83 Milliarden Dollar für Warners' Kronjuwelen genehmigt: Studios, den Streaming-Dienst HBO Max und Franchises wie Harry Potter, DC Universe und Game of Thrones.
Paramount Skydance möchte das gesamte Unternehmen kaufen, einschließlich Kabelsendern wie CNN. Warner hat das Angebot von 108 Milliarden Dollar abgelehnt und Zweifel an der Umsetzung geäußert.
Netflix hat Warner Bros Discovery eine seltene siebentägige Ausnahmegenehmigung zur Wiederaufnahme von Gesprächen mit Paramount gewährt. Paramount hat bis zum 23. Februar Zeit, sein endgültiges Angebot abzugeben oder sich zurückzuziehen.
Der Warner-Vorstand sagt, Netflix sei die sichere Wahl.
So vergleichen sich die Angebote derzeit:
Netflix hat die siebentägige Ausnahmegenehmigung nicht aus Großzügigkeit gewährt. Es ist ein strategischer Schachzug, um Paramount zu zwingen, seine Karten aufzudecken.
Indem Warner Paramount anhören darf, wird das rechtliche Risiko reduziert und der Weg für Netflix freigemacht, jedes Angebot zu überbieten, sobald das Zeitfenster schließt.
Es signalisiert auch Zuversicht: Netflix glaubt, dass sein Deal mehr Sicherheit, sauberere Finanzierung und weniger Umsetzungsrisiken bietet. Die Ausnahmegenehmigung ist ein kontrollierter Weg, das Drama zu beenden, nicht es um eine weitere Staffel zu verlängern.
Warner Bros Discovery jongliert nicht nur mit zwei Bietern. Aktivistische Investoren wie Ancora und Pentwater argumentieren, der Vorstand habe sich nicht ernsthaft genug mit Paramounts' früheren Angeboten befasst. Pentwater, unterstützt von Paramount, versucht, einen Sitz im Vorstand von Warner zu erhalten.
Dieser Druck hat dazu beigetragen, die siebentägige Neuverhandlung zu erzwingen. Wenn Aktionäre glauben, dass Paramount mehr Wert freisetzt, könnten sie den Netflix-Deal anfechten, über den am 20. März abgestimmt wird.
Aktivistische Investoren bauen eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an einem Unternehmen auf und drängen dann auf Änderungen im Vorstand, Management oder der Strategie.
Bei Genehmigung würde die Netflix-Warner-Fusion das kombinierte Unternehmen mit etwa 85 Milliarden Dollar Schulden zurücklassen, etwas weniger als eine Verbindung mit Paramount erzeugen würde. Netflix sagt, sein Investment-Grade-Kreditrating und die vereinfachte reine Barstruktur geben Warner-Aktionären mehr Sicherheit.
Dennoch wird erwartet, dass die Regulierungsbehörden den Deal genau prüfen werden, und die Netflix-Aktie ist seit Bekanntgabe der Fusion um mehr als 25 % gefallen, daher der Wechsel zu einem reinen Bar-Deal im Januar.
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