
12/3/2025


Der spanische Fast-Fashion-Riese Inditex überraschte die Märkte, als die Umsätze im entscheidenden Zeitraum zwischen dem 1. November und dem 1. Dezember um mehr als 10 % stiegen.
Die besser als erwartete Performance ließ die Inditex-Aktien am Mittwoch in Madrid um mehr als 10 % steigen. Das Unternehmen besitzt die globale Modekette Zara sowie eine Reihe weiterer Marken, darunter Pull&Bear, Massimo Dutti, Bershka und Oysho.
Da die meisten Unternehmen ihre Zahlen für die Black-Friday-Verkaufssaison erst Anfang nächsten Jahres veröffentlichen werden, gab das Update von Inditex den Anlegern einen wertvollen Einblick in die Lage des Einzelhandelssektors.
Weitere frühe Daten:
Der Modekonzern hat seine globale Filialanzahl auf 5.527 reduziert — fast 2.000 weniger als Ende 2019, bevor die pandemiebedingten Lockdowns die Branche trafen.
Anstatt auf Volumen setzt Inditex auf stark frequentierte Flagship-Stores mit Self-Checkout und nahegelegenen Logistikzentren. Dies senkt die Kosten und liefert eine höhere Produktivität pro Quadratmeter.
Inditex setzt auf schlanke Lagerbestände, minimales Marketing und schnell wechselnde Kollektionen, die nur in kleinen Chargen produziert werden. Dieses Modell hat sich gut gegen den Hauptkonkurrenten, den schwedischen Konzern H&M, bewährt, der auf stärkere Rabatte setzt.
Chinesische Online-Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress produzieren täglich Tausende neuer Styles und versenden sie direkt von den Fabrikhallen an die Verbraucher. Ultraschnelle Modezyklen und Tiefstpreise ziehen Nachfrage von H&M, Primark und sogar Inditex' Zara ab.
Doch dieses Modell bringt Qualitätsbedenken, Arbeitsbedingungsprüfungen und Umweltauswirkungen mit sich — noch mehr als bei traditioneller Fast Fashion.
Der regulatorische Druck steigt: Im Jahr 2024 gelangten fast 1,4 Milliarden Pakete mit einem Wert unter 800 $ zollfrei in die USA. Dieser Vorteil verschwand im August, als das Weiße Haus die Befreiung abschaffte. Die EU plant, ähnliche Befreiungen für günstige Pakete 2026 abzuschaffen, und verpflichtet Modehändler zudem, für die Entsorgung von Textilabfällen zu zahlen.
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