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Chips beeindrucken nicht

5/21/2026

Chips beeindrucken nicht

Ein weiteres Monsterquartal

Es ist zum Ritual geworden: ein weiteres herausragendes Quartal von Nvidia, ein weiteres Schulterzucken der Investoren. Der Umsatz stieg 85% im Jahresvergleich auf $81,6 Milliarden, was das 15. Quartal in Folge mit übertroffen Schätzungen markiert. Die Prognose für das laufende Quartal übertraf ebenfalls die Erwartungen der Wall Street. CEO Jensen Huang lobte "parabolische" Investitionen in Rechenzentren.

Der amerikanische Chiphersteller kündigte $80 Milliarden an zusätzlichen Aktienrückkäufen an — er nutzt seine Barmittel, um eigene Aktien vom Markt zurückzukaufen und so den Kurs nach oben zu treiben. Außerdem wurde die Quartalsdividende von $0,01 pro Aktie auf $0,25 angehoben.

Und dennoch bewegte sich die Aktie kaum im nachbörslichen Handel.

Die große Chip-Maschine verlangsamt sich

Spektakuläres ist bereits eingepreist. Nvidia muss etwas wirklich Atemberaubendes liefern, um die Herzen der Investoren wieder höher schlagen zu lassen.

Nvidias Marktkapitalisierung lag am Donnerstag, dem 21. Mai, bei $5,4 Billionen Dollar. Es ist das wertvollste Unternehmen der Welt und führt vor Alphabet mit fast einer Billion Vorsprung. Der kometenhafte Aufstieg des Superstars des KI-Booms scheint vorbei zu sein, und stattdessen haben wir nun einen sehr großen und sehr profitablen etablierten Tech-Konzern.

Analysten erwarten, dass das Wachstum im nächsten Geschäftsjahr auf etwa 36% zurückgeht. Und obwohl Nvidias Bruttomarge bei beeindruckenden 75% lag, blieb sie knapp unter den erwarteten 75,7%. Die Chipbranche wird zudem vielfältiger, da Unternehmen wie Alphabet, Amazon, AMD und Intel konkurrierende Produkte entwickeln.

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KI-Ausgabenboom setzt sich fort

Wenn Nvidia der Herzschlag der KI-Wirtschaft ist, dann ist der Puls immer noch rasend. Die vier größten Hyperscaler, die großen Ausgeber für Rechenleistung, werden 2026 voraussichtlich $725 Mrd. für KI-Infrastruktur ausgeben, gegenüber rund $400 Mrd. im Vorjahr.

Nvidias Rechenzentrumsumsatz hat sich nahezu verdoppelt, und die starke Nachfrage nach seinen High-End-Chips (Blackwell, Rubin und dem kommenden Vera) deutet darauf hin, dass der Ausbau nicht nachlässt. Doch das KI-Ökosystem verändert sich, da Kunden ihr Bestes tun, um sich von Nvidia zu diversifizieren.

Und Nvidia ist nicht unantastbar. Es ist auf die taiwanesische TSMC angewiesen, um die von ihm entworfenen Chips herzustellen, auf die niederländische ASML, um Lithografiemaschinen dafür zu bauen, und auf Unternehmen wie Samsung und SK Hynix, die Speicherchips liefern.

Peking schließt die Tür

Nvidia hat ein großes Problem: China. Einst dominierte es den chinesischen Markt für fortschrittliche Chips mit einem Anteil von 95%. Doch das verschwand, als die USA China 2022 den Kauf modernster Chips untersagten.

Washington hat die Beschränkungen gelockert und einigen Unternehmen die Erlaubnis erteilt, Nvidias zweitbeste Chips, bekannt als H200, zu kaufen. Doch China hat den Spieß umgedreht und die Geschäfte blockiert. Stattdessen will es heimischen Unternehmen wie Huawei Raum geben, eigene Chips zu entwickeln. China ging sogar so weit, einen von Nvidias Gaming-Chips zu verbietenwährend des jüngsten Besuchs von CEO Huang in Peking, in Begleitung von US-Präsident Donald Trump. Huang ist taiwanesisch-amerikanisch.

Morgan Stanley erwartet, dass Chinas KI-Chipmarkt bis 2030 $67 Milliarden erreichen wird, wobei 86% von inländischen Akteuren dominiert werden.

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Eckpfeiler der KI-Wirtschaft

Nvidia hat laut der Financial Times in nur 16 Monaten außerordentliche $90 Milliarden für Deals und Partnerschaften ausgegeben und zugesagt.

Es hat mehr als 145 KI-Unternehmen unterstützt, darunter Modelllabore wie OpenAI und Anthropic, Chipdesigner wie Marvell und Groq sowie Cloud-Gruppen wie CoreWeave und Iren. Es ist Kunde, Lieferant und Investor zugleich und recycelt seine eigenen Gewinne zurück in das Ökosystem, das seine Chips kauft.

Dies ist den Regulierungsbehörden nicht entgangen, die Auskunftsersuchen zu Nvidias weitreichendem Imperium eingereicht haben.

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