
4/24/2026

Das US-Justizministerium hat seine strafrechtliche Untersuchung gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, eingestellt.
Das ist wichtig, weil:
Powells Amtszeit als Vorsitzender der Federal Reserve endet am 15 May, wobei Warsh noch grünes Licht vom Bankenausschuss des US-Senats benötigt. Danach reicht eine Senatsmehrheit aus, um seine Nominierung zu bestätigen.
Die Ermittlung betraf die Kostenüberschreitungen bei der Renovierung des Fed-Hauptquartiers. Republikanische Führungspersönlichkeiten, darunter der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, hatten die Regierung gedrängt, die Sache abzuschließen.
Rechtsexperten und Zentralbanker weltweit kritisierten die Untersuchung als politisch motiviert und als Verstoß gegen die Unabhängigkeit der Zentralbank. Aus diesem Grund weigerte sich Senator Tillis, ein Mitglied des Bankenausschusses, Warshs Nominierung voranzutreiben. Tillis ist nicht gegen Warsh und lobte seine "tadellosen Qualifikationen."
Nachdem die Untersuchung eingestellt wurde, dürfte Warsh die Zustimmung des Senats schnell erhalten.
Bei seiner Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats am Dienstag wurde Warsh gefragt, ob er sich Präsident Trump widersetzen würde, der wiederholt niedrigere Zinssätze gefordert hat und sagte, er wäre "enttäuscht", wenn der neue Vorsitzende dies nicht liefern würde.
Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren warnte, Warsh könnte zu einer "Marionette" werden, während er keine Zusagen zu den Zinssätzen machte. Warsh sagte, der Präsident habe ihn "nie angewiesen", was die Politik betrifft.
Er argumentierte auch, dass die Unabhängigkeit der Fed "verdient werden muss", indem Zusagen eingehalten werden.
Warsh wäre der wohlhabendste Fed-Vorsitzende der Geschichte, wobei Offenlegungen ein Vermögen von mindestens $135 million zeigen. In seinen Unterlagen wird "Vertraulichkeit" 190 times erwähnt, sodass das tatsächliche Ausmaß seines Vermögens unklar bleibt. Er verdiente allein im letzten Jahr $13 million an Beratungshonoraren.
Senatoren befragten ihn zu Hunderten von privaten Beteiligungen, darunter KI-, Prognosemarkt- und Krypto-Startups. Warsh hat zugestimmt, innerhalb von 90 Tagen nach der Bestätigung mindestens $100 million zu verkaufen, aber die Demokraten fordern vollständige Transparenz bei Fonds, deren zugrunde liegende Vermögenswerte nicht offengelegt sind.

Warshs Plan für einen Regimewechsel überstand die Senatsanhörung unbeschadet. Er ist bereit, große Veränderungen in der Arbeitsweise der Fed einzuführen:

Warsh hat einen Plan skizziert, um den Ansatz der Fed in Bezug auf Inflation, Kommunikation und den Umfang ihrer Bilanz zu verändern. Diese Vorschläge könnten die Arbeitsweise der Fed revolutionieren, aber auch einen Bruch mit anderen großen Zentralbanken verursachen, die sich beispielsweise der Forward Guidance als Schlüsselinstrument der Geldpolitik verschrieben haben.
Möchtest du mehr entdecken? Lade unsere kostenlose App herunter, um Experten-News und interaktive Lektionen zur Finanzwelt freizuschalten.