Handelskonflikt

10/13/2025

Handelskonflikt

Handelsspannungen verschärfen sich

Der Handelsstreit zwischen China und den USA ist erneut eskaliert.

China führt weitere Exportbeschränkungen für Seltene Erden ein, und die USA drohten mit massiven zusätzlichen Zöllen auf chinesische Importe.

Nach den Marktschwankungen der letzten Woche schlug das Weiße Haus am Wochenende mildere Töne an, ging jedoch nicht darauf ein, ob die neuen Zölle dennoch in Kraft treten werden.

Während die beiden größten Volkswirtschaften der Welt um die Kontrolle der Lieferketten kämpfen, sind alle Bereiche betroffen – von Autos über Halbleiter bis hin zu Rüstungsgütern.

Was wurde angekündigt?

China:

  • Weitere Exportkontrollen für Seltene Erden und Technologiematerialien
  • Ausländische Unternehmen benötigen eine Lizenz aus Peking, um Produkte zu exportieren, die über 0,1% Seltene Erden enthalten, die in China abgebaut oder irgendwo mit chinesischer Technologie verarbeitet wurden.
  • Vergeltungs-Hafengebühren für Schiffe in US-Besitz

USA:

  • 100% zusätzliche Zölle auf alle chinesischen Importe ab November, wobei China "starke Gegenmaßnahmen" ankündigte.
  • Einführung neuer Exportkontrollen für kritische Software
  • Drohung gegenüber China mit Exportkontrollen für Boeing-Flugzeugteile

Wie reagieren die Märkte?

Die Händler sind nervös und die Märkte angespannt – sie schwanken je nach Stimmungslage hin und her.

  • 2 Billionen US-Dollar wurden am Freitag an einem einzigen Tag bei US-Aktien vernichtet, der S&P 500 fiel um 2,7%. Am Montag erholten sich die Aktien.
  • Anleger sind in sichere Häfen wie US-Staatsanleihen und Gold geflüchtet, das sich auf Rekordhöhen befindet
  • Steigende Zölle schürten auch Ängste vor erneuter Inflation, gerade als die Zentralbanken hofften, die Preise zu senken.

Kurz gesagt: Anleger preisen höhere Kosten, instabilere Lieferketten und ein langsameres globales Wachstum ein. Handelsspannungen haben die Märkte nervös gemacht, aber bisher ist kein größerer Marktcrash eingetreten.

Was sind eigentlich Seltene Erden?

Sie klingen exotisch, aber Seltene Erden sind alltägliche Grundstoffe. <br>

Es handelt sich um eine Gruppe von 17 Elementen, die zur Herstellung folgender Produkte verwendet werden:

  • E-Auto-Motoren und andere Fahrzeugteile
  • Windturbinen und Solarpaneele
  • Flugzeuge und Radarsysteme
  • Computerchips und andere Komponenten in Smart Devices
  • Medizinische Geräte wie MRT-Bildgebung

China produziert über 60% der weltweiten Seltenen Erden und kontrolliert 92% der globalen Produktion in der Verarbeitungsstufe.

Das Land baut seit den 1980er Jahren seine Dominanz bei Seltenen Erden aus und kann diese Marktposition nun als Hebel einsetzen.

Nächste Phase des Handelskriegs?

Die große Frage ist nun, ob der Konflikt weiter eskalieren wird oder ob sich kühlere Köpfe durchsetzen.

Mögliche Entwicklungen:

  • Weitere Vergeltungsmaßnahmen: China könnte Exportverbote ausweiten; die USA könnten neue Zölle erheben.
  • Höhere Preise: Verbraucher könnten bis weit ins Jahr 2026 mit teurerer Elektronik, Autos und Waren konfrontiert sein.
  • Globale Auswirkungen: Chinas Beschränkungen für Seltene Erden gelten weltweit. Das könnte sogar Europas Bemühungen behindern, die Militärausgaben zu erhöhen und die Ukraine zu beliefern.
  • Versöhnung: Die Spannungen ließen am Wochenende nach, als die USA Verhandlungsbereitschaft signalisierten. Handelsbarrieren könnten ebenso schnell abgebaut werden, wie sie errichtet wurden.