KI-Ausgabenrausch

4/30/2026

KI-Ausgabenrausch
KI-Ausgabenrausch

Alphabet führt bei den Tech-Ergebnissen

Big Tech konnte diese Woche erneut seine Muskeln spielen lassen, als Alphabet, Microsoft, Amazon und Meta am Mittwoch ihre Ergebnisse veröffentlichten. Die kombinierten Investitionsausgaben der vier Hyperscaler stiegen auf einen neuen Quartalsrekord von $130 Milliarden. Der Großteil dieses Geldes floss in Rechenzentren und High-End-Chips, da die Unternehmen um die KI-Vorherrschaft wetteifern.

  • Alphabet: Umsatz um 22% im Jahresvergleich gestiegen, Capex-Prognose für 2026 auf $180-190 Mrd. angehoben. Aktien schlossen am Mittwoch um 10% höher.
  • Amazon: Umsatz um 17% gestiegen, Capex stabil bei $200 Mrd. Aktien um 1% gestiegen.
  • Microsoft: Umsatz um 18% gestiegen, Capex auf $190 Mrd. angehoben. Aktien um 4% gefallen.
  • Meta: Umsatz um 33% gestiegen, Capex auf $125-$145 Mrd. angehoben. Aktien um 9% gefallen.
KI-Ausgabenrausch

Ausgabenrausch, der weiter wächst

Die KI-Ausgaben von Big Tech werden nun voraussichtlich $700 Mrd. im Jahr 2026 übersteigen, gegenüber geschätzten $600 Mrd. vor nur wenigen Monaten.

Investoren wägen ab, wie die Unternehmen das Geld einsetzen und wo sie im KI-Rennen stehen. Deshalb wurden Metas Aktien abgestraft, trotz des starken Wachstums im Werbegeschäft.

CEO Mark Zuckerberg bot vage Zeitpläne für die verbesserten KI-Modelle des Unternehmens. Die Erhöhung der Capex-Prognose und ein Rückgang der Nutzerzahlen halfen ebenfalls nicht.

Wie KI-Capex den Ölschock abfedert

Der historische KI-Ausbau wirkt als Stabilisator für den Ölschock, der durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde.

Die Hunderte von Milliarden, die von Big Tech investiert werden, befeuern die Nachfrage nach Bau, Chips und Energieinfrastruktur in der gesamten Weltwirtschaft. Die USA und China sind davon besonders betroffen.

Selbst bei steigenden Kosten für Speicherchips, GPUs und Energie unterstützen Investoren Unternehmen, die KI-Ausgaben in Umsatz umwandeln. Dieser Investitionsboom trägt teilweise auch dazu bei, dass Aktien widerstandsfähig bleiben, in einer Phase, in der ein Ölschock sie normalerweise nach unten ziehen würde.

Google kämpft um einen Platz in den Wolken

Alphabets Google Cloud wuchs im ersten Quartal um 63% im Vergleich zum Vorjahr und erreichte $20 Milliarden. Das Wachstumstempo übertraf die Erwartungen der Analysten bei Weitem und lag deutlich über dem der größeren Wettbewerber, Amazons AWS und Microsofts Azure.

Das Wachstum wurde größtenteils durch große Unternehmenskunden angetrieben, die Googles KI-Tools einführten. Dies bewies den Investoren, dass Googles Investitionen bereits greifbare Ergebnisse liefern.

AWS blieb der größte Cloud-Anbieter mit einem Wachstum von 28% auf $38 Milliarden. Azure lag auf dem zweiten Platz mit einem Sprung von 40% auf $35 Milliarden.

Eigenentwickelte Chip-Strategie

Googles "Full-Stack"-Strategie — eigene KI-Chips, Rechenzentren, Modelle und Entwicklertools zu bauen — wird zu einem echten kommerziellen Vorteil.

Seine maßgeschneiderten TPU-Chips konkurrieren nun direkt mit Nvidia, und Google hat begonnen, sie an Kunden zu verkaufen, darunter den KI-Entwickler Anthropic. Analysten argumentieren, dass dies Google Kostenvorteile verschafft und erklärt, warum einige Unternehmen seine Gemini-KI als genauer als Microsofts Copilot betrachten.

Rechenkapazität bleibt ein Problem, aber genau deshalb steigen Alphabets Capex-Ausgaben rasant. Bisher scheinen die Investoren zu glauben, dass dies gut angelegtes Geld ist.