
11/25/2025

Bevor Preise Ihren Einkaufswagen oder Ihre Tankfüllung erreichen, durchlaufen sie die Produktionskette – und genau hier kommt der Erzeugerpreisindex (PPI) ins Spiel. Der PPI erfasst, was Unternehmen untereinander für Waren und Dienstleistungen auf Großhandelsebene zahlen, und misst im Wesentlichen "Ab-Werk-Preise", bevor die Kosten die Verbraucher erreichen.
Betrachten Sie ihn als Frühwarnsystem für Inflation: Wenn die Erzeugerkosten steigen, wirken sich diese Belastungen oft auf die Verbraucherpreise aus, was den PPI zu einem unverzichtbaren Indikator für alle macht, die Inflationstrends und die Fed-Politik verfolgen.
Eine entscheidende Unterscheidung bei PPI-Daten besteht zwischen Gesamt- und Kernkennzahlen:
Diese Unterscheidung ist für Fed-Beobachter von erheblicher Bedeutung: Eine anhaltende Kerninflation würde auf eine verfestigte Preissetzungsmacht in allen Branchen hindeuten, während volatile Bewegungen des Gesamtindex, die durch Energie verursacht werden, typischerweise vorübergehender Natur sind.

Der PPI für Endnachfrage stieg im September um 0,3% gegenüber August und liegt im Jahresvergleich um 2,7% höher, womit ein leichter Rückgang im Vormonat umgekehrt wurde. Die Datenerhebung wurde vor der jüngsten Unterbrechung der Bundesfinanzierung abgeschlossen, sodass der Shutdown diese Zahlen nicht beeinflusst hat. Hinter der Gesamtzahl konzentriert sich die Geschichte auf bestimmte Sektoren und ist nicht breit gestreut:
Preisanstiege:
Ausgleichende Faktoren:
Über die Endnachfrage hinaus verdienen Vorleistungsgüter und -dienstleistungen – die Inputs, die Unternehmen kaufen, um andere Produkte herzustellen – besondere Aufmerksamkeit. Diese vorgelagerten Preise können künftigen Kostendruck ankündigen:
Diese Bewegungen sind wichtig, weil sie Kosten darstellen, die Hersteller und Dienstleister letztendlich absorbieren oder weitergeben müssen.
Der PPI-Bericht für September deutet auf eine moderate, energiegetriebene Inflation hin, nicht auf einen breiten Preisanstieg. Der Gesamtindex ist im Jahresvergleich um 2,7% gestiegen, stark beeinflusst durch den Sprung von 11,8% bei Benzin und höhere Nahrungsmittelkosten. Der Kern-PPI hingegen sieht ruhiger aus: nur +0,1% monatlich und +2,6% jährlich, was darauf hindeutet, dass der zugrunde liegende Preisdruck in den meisten Sektoren relativ begrenzt bleibt.
Für Fed-Beobachter ist der PPI ein Frühsignal. Wenn die Erzeugerkosten, insbesondere die Kernkosten, weiter steigen und sich über Energie und einige wenige Kategorien hinaus ausbreiten, können sich diese Belastungen letztendlich in den Verbraucherpreisen niederschlagen und beeinflussen, wie die Fed künftige Zinssenkungen angeht, während sie Beschäftigungsförderung und Inflationskontrolle abwägt.
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