US JOLTS

1/7/2026

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JOLTS-Bericht November zeigt Stabilität, nicht Stärke

Der aktuelle JOLTS-Bericht für November 2025 deutet auf einen US-Arbeitsmarkt hin, der' deutlich kühler ist als vor einem Jahr, aber noch weit von einer angespannten Lage entfernt. Die offenen Stellen sind im Jahresvergleich gesunken, aber die Entlassungen bleiben niedrig und die Kündigungen sind stabil, wobei es in einigen Dienstleistungsbranchen wieder verstärkte Fluktuation gibt.

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Niedriger als im Vorjahr, stabil im Monatsvergleich

  • Offene Stellen: 7,1 Millionen im November, im Monatsvergleich kaum verändert, aber im Jahresvergleich um 885.000 gesunken.
  • Quote offener Stellen: 4,3%, ebenfalls kaum verändert.

Unter der Oberfläche zeigt sich eine deutliche Sektorrotation:

  • Rückgang:- Beherbergung und Gastronomie: –148.000

    • Transport, Lagerhaltung und Versorgung: –108.000
    • Großhandel: –63.000
  • Anstieg:- Baugewerbe: +90.000

Das Gesamtbild: Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat ihren Höhepunkt überschritten, insbesondere in zinssensitiven und warenbezogenen Sektoren, aber die Arbeitgeber schreiben nach wie vor eine beträchtliche Anzahl von Stellen aus.

Verhalten, mit Schwäche im öffentlichen Sektor

  • Neueinstellungen: 5,1 Millionen
  • Einstellungsquote: 3,2% – beide im November kaum verändert.

Die wichtigsten Bewegungen gab es auf der Regierungsseite:

  • Rückgang:- Landes- und Kommunalverwaltung (ohne Bildung): –39.000

    • Landes- und Kommunalverwaltung Bildung: –31.000
  • Anstieg:- Bundesregierung: +11.000

Diese Zusammensetzung deutet darauf hin, dass die Einstellungen nicht zunehmen und die Nachfrage im öffentlichen Sektor am Rand nachlässt.

Insgesamt stabil, Fluktuation im Dienstleistungssektor

Die Gesamtabgänge blieben stabil:

  • Abgänge: 5,1 Millionen
  • Abgangsquote: 3,2% – unverändert.

Im Einzelnen:

  • Eigenkündigungen: 3,2 Millionen, Kündigungsquote 2,0%, beide insgesamt kaum verändert.- Bemerkenswerte Bewegung: Eigenkündigungen stiegen in Beherbergung und Gastronomie um +208.000.

  • Entlassungen und Kündigungen durch Arbeitgeber: 1,7 Millionen, Quote 1,1%, kaum verändert.- Rückgänge in:- Beherbergung und Gastronomie: –107.000 - Gesundheitswesen und Sozialwesen: –52.000 - Landes- und Kommunalverwaltung (ohne Bildung): –26.000

  • Sonstige Abgänge: 232.000 – ein Serientief.

Die Kündigungsquote wird oft als Gradmesser für das Vertrauen der Arbeitnehmer gelesen. Die Gesamtquote liegt nicht mehr auf dem Niveau der "Great Resignation"-Hochs, aber der Anstieg der Eigenkündigungen in Beherbergung und Gastronomie zeigt, dass sich Arbeitnehmer in Niedriglohnsektoren mit hoher Fluktuation nach wie vor in der Lage fühlen, zu wechseln oder sich zu verbessern. Gleichzeitig signalisieren niedrige Entlassungen und ein Serientief bei sonstigen Abgängen, dass die Arbeitgeber noch nicht zu breit angelegten Stellenstreichungen greifen.

Nach Unternehmensgröße und Revisionen

Nach Betriebsgröße zeigten sowohl die kleinsten Unternehmen (1–9 Beschäftigte) als auch die größten (5.000+) kaum oder keine Veränderung bei den Quoten für offene Stellen, Einstellungen und Abgänge. Die Abkühlung ist eher eine Frage des Sektormixes als eines klaren größenbasierten Musters.

Das BLS revidierte auch die Oktober-Daten:

  • Offene Stellen um 221.000 auf 7,4 Millionen nach unten revidiert.
  • Einstellungen um 219.000 auf 5,4 Millionen nach oben revidiert.
  • Gesamtabgänge leicht nach oben auf 5,1 Millionen revidiert, mit geringfügigen Verschiebungen zwischen Eigenkündigungen, Entlassungen und sonstigen Abgängen.

Die Revisionen fielen größer aus als üblich, da das statistische Angleichungsverfahren für die vorläufigen Oktober-Daten ausgesetzt wurde, sodass November ein klareres Bild davon gibt, wo die Dinge tatsächlich stehen.

Wie dies zu lesen ist

Zusammengenommen beschreiben die JOLTS-Daten für November:

  • Einen Arbeitsmarkt mit weniger offenen Stellen als vor einem Jahr, insbesondere in Dienstleistungsbereichen, die mit Waren und Logistik verbunden sind.
  • Einstellungen, die stabil sind, aber nicht zunehmen.
  • Entlassungen nach wie vor niedrig, wobei Arbeitgeber eher geneigt sind, Einstellungen zu verlangsamen als aggressiv zu kürzen.
  • Eine Kündigungsquote, die sich insgesamt abgekühlt hat, aber in Sektoren wie Beherbergung und Gastronomie lebhaft bleibt.

Für politische Entscheidungsträger und Marktbeobachter passt dies zu einem "Abkühlung, aber kein Einbruch"-Narrativ: Die Nachfrage nach Arbeitskräften lässt von sehr angespannten Niveaus nach, was im Laufe der Zeit dazu beitragen sollte, den Lohn- und Inflationsdruck zu verringern, aber es gibt noch keine Anzeichen für eine breit angelegte Verschlechterung der Arbeitsplatzsicherheit.