
1/7/2026

Der aktuelle JOLTS-Bericht für November 2025 deutet auf einen US-Arbeitsmarkt hin, der' deutlich kühler ist als vor einem Jahr, aber noch weit von einer angespannten Lage entfernt. Die offenen Stellen sind im Jahresvergleich gesunken, aber die Entlassungen bleiben niedrig und die Kündigungen sind stabil, wobei es in einigen Dienstleistungsbranchen wieder verstärkte Fluktuation gibt.

Unter der Oberfläche zeigt sich eine deutliche Sektorrotation:
Rückgang:- Beherbergung und Gastronomie: –148.000
Anstieg:- Baugewerbe: +90.000
Das Gesamtbild: Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat ihren Höhepunkt überschritten, insbesondere in zinssensitiven und warenbezogenen Sektoren, aber die Arbeitgeber schreiben nach wie vor eine beträchtliche Anzahl von Stellen aus.
Die wichtigsten Bewegungen gab es auf der Regierungsseite:
Rückgang:- Landes- und Kommunalverwaltung (ohne Bildung): –39.000
Anstieg:- Bundesregierung: +11.000
Diese Zusammensetzung deutet darauf hin, dass die Einstellungen nicht zunehmen und die Nachfrage im öffentlichen Sektor am Rand nachlässt.
Die Gesamtabgänge blieben stabil:
Im Einzelnen:
Eigenkündigungen: 3,2 Millionen, Kündigungsquote 2,0%, beide insgesamt kaum verändert.- Bemerkenswerte Bewegung: Eigenkündigungen stiegen in Beherbergung und Gastronomie um +208.000.
Entlassungen und Kündigungen durch Arbeitgeber: 1,7 Millionen, Quote 1,1%, kaum verändert.- Rückgänge in:- Beherbergung und Gastronomie: –107.000 - Gesundheitswesen und Sozialwesen: –52.000 - Landes- und Kommunalverwaltung (ohne Bildung): –26.000
Sonstige Abgänge: 232.000 – ein Serientief.
Die Kündigungsquote wird oft als Gradmesser für das Vertrauen der Arbeitnehmer gelesen. Die Gesamtquote liegt nicht mehr auf dem Niveau der "Great Resignation"-Hochs, aber der Anstieg der Eigenkündigungen in Beherbergung und Gastronomie zeigt, dass sich Arbeitnehmer in Niedriglohnsektoren mit hoher Fluktuation nach wie vor in der Lage fühlen, zu wechseln oder sich zu verbessern. Gleichzeitig signalisieren niedrige Entlassungen und ein Serientief bei sonstigen Abgängen, dass die Arbeitgeber noch nicht zu breit angelegten Stellenstreichungen greifen.
Nach Betriebsgröße zeigten sowohl die kleinsten Unternehmen (1–9 Beschäftigte) als auch die größten (5.000+) kaum oder keine Veränderung bei den Quoten für offene Stellen, Einstellungen und Abgänge. Die Abkühlung ist eher eine Frage des Sektormixes als eines klaren größenbasierten Musters.
Das BLS revidierte auch die Oktober-Daten:
Die Revisionen fielen größer aus als üblich, da das statistische Angleichungsverfahren für die vorläufigen Oktober-Daten ausgesetzt wurde, sodass November ein klareres Bild davon gibt, wo die Dinge tatsächlich stehen.
Zusammengenommen beschreiben die JOLTS-Daten für November:
Für politische Entscheidungsträger und Marktbeobachter passt dies zu einem "Abkühlung, aber kein Einbruch"-Narrativ: Die Nachfrage nach Arbeitskräften lässt von sehr angespannten Niveaus nach, was im Laufe der Zeit dazu beitragen sollte, den Lohn- und Inflationsdruck zu verringern, aber es gibt noch keine Anzeichen für eine breit angelegte Verschlechterung der Arbeitsplatzsicherheit.
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