
Stellen Sie sich eine Leiter vor, deren unterste Sprossen winzige Einsteigerwohnungen sind und deren oberstes Ende Ihr Traumhaus für die Familie ist. Die Immobilienleiter ist eine Wirtschaftstheorie: Sie kaufen zuerst eine günstige, kleine Immobilie, warten, bis ihr Marktwert steigt, und nutzen das aufgebaute Eigenkapital (den Wert, der Ihnen tatsächlich gehört), um sich zu vergrößern.
Historisch war dies das ultimative Erfolgsrezept zum Vermögensaufbau. Aber es funktioniert nur, wenn Häuser zum Medianpreis für Haushalte mit mittlerem Einkommen erschwinglich bleiben.
Seit den 1990er Jahren ist die unterste Sprosse für viele junge Erwachsene unerreichbar geworden, insbesondere in Großstädten, da sich die Immobilienpreise von den durchschnittlichen lokalen Löhnen abgekoppelt haben.

Weil die Leiter immer wackliger erscheint. Historischen Erhebungen zum Wohnungsmarkt zufolge lagen die Verhältnisse von Medianhauspreis zu Einkommen noch Anfang der 1990er Jahre auf einem beherrschbaren Niveau. Selbst in Großstädten in Ländern wie dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada und Australien musste man für ein Eigenheim nur das 3- bis 4-Fache des Jahreseinkommens zahlen.
Heute ist dieses Verhältnis in den großen Metropolen der Welt explodiert:

Selbst wenn Sie eine Anzahlung zusammenkratzen, sind leichte Gewinne nicht mehr selbstverständlich. Wenn das Lohnwachstum nicht mit den Immobilienpreisen mithalten kann, droht dem Markt eine Korrektur.
Hongkong bleibt einer der am wenigsten erschwinglichen Wohnungsmärkte der Welt, doch die Preise sind gegenüber ihrem Höchststand von 2021 stark gefallen. Das Verhältnis von Preis zu Einkommen sank bis 2026 von 23,2 auf 14,1. Ein starker Rückgang, doch Wohneigentum bleibt für viele unerreichbar.
In Städten wie London sind die realen Immobilienpreise nach Rekordhochs gefallen, wobei kleinere Wohnungen oft am stärksten betroffen waren. Das schafft ein Problem für die Immobilienleiter: Eigentümer, die Einsteigerimmobilien gekauft haben, tun sich schwer, sich zu vergrößern. Und obwohl die Preise niedriger sind, könnten jüngere Käufer Einstiegsobjekte weiterhin als unerreichbar empfinden.