
Eine Dead-Cat-Bounce ist eine vorübergehende Erholung, die manchmal auftritt, nachdem eine Aktie, ein anderer Vermögenswert oder der gesamte Markt stark gefallen ist. Die Kurse erholen sich plötzlich und erzeugen den Eindruck, das Schlimmste könnte überstanden sein, nur damit der Kursrückgang kurz danach wieder einsetzt. Der Ausdruck stammt von einem makabren Sprichwort der Wall Street: "Selbst eine tote Katze prallt ab, wenn sie tief genug fällt." Diese Art der kurzlebigen Erholung wird auch als Bullenfalle bezeichnet.
Auslöser für eine Dead-Cat-Bounce:
Einige der größten Tages- und Wochengewinne der Marktgeschichte ereigneten sich mitten in Bärenmärkten und nicht am Beginn dauerhafter Erholungen.

Dead-Cat-Bounces können für Anleger teuer werden, die eine kurze Rally mit einer Erholung verwechseln. Nach einem steilen Rückgang kann selbst eine bescheidene gute Nachricht Käufe auslösen. Eine Aktie, die 40 % gefallen ist, kann innerhalb weniger Tage plötzlich 15 % zulegen und Gerede darüber anheizen, dass eine Wende im Gange sei.
Aber ein steigender Kurs bedeutet nicht immer, dass sich die zugrunde liegenden Werte verbessern. Während der Finanzkrise 2008 verzeichneten US-Aktien mehrere beeindruckende Rallys, bevor sie auf neue Tiefstände fielen.
Während der Großen Depression erholten sich amerikanische Aktien zwischen November 1929 und April 1930 um fast 50 Prozent, nur um anschließend in einen weitaus tieferen, mehrjährigen freien Fall zu stürzen.

Es ist schwer, einer kräftigen Rally zu widerstehen, besonders nachdem die Kurse stark gefallen sind. Das Problem ist, dass Dead-Cat-Bounces in der Regel erst im Rückblick offensichtlich sind. Analysten versuchen möglicherweise, sie im Vorfeld mithilfe von technischer und Fundamentalanalyse zu erkennen, doch es gibt keine verlässliche Möglichkeit, dies während der Rally mit Sicherheit zu wissen.
Für Privatanleger besteht der beste Schutz darin, sich darauf zu konzentrieren, ob sich die grundlegenden Ursachen des Rückgangs tatsächlich verändert haben. Eine echte Erholung wird in der Regel von Anzeichen dafür gestützt, dass sich die Bedingungen verbessern, wie zum Beispiel: