
1/9/2026

Rio Tinto umkreist Glencore erneut und prüft einen reinen Aktientausch, der den weltweit größten Bergbaukonzern schaffen würde, eine über 200 Milliarden Dollar schwere Metallmaschine.
Der Haken? Es ist unklar, wie die Konditionen des Deals aussehen, welche Vermögenswerte einbezogen werden und ob die Aufsichtsbehörden den Abschluss des Deals genehmigen würden.
Rio Tinto gab sein Interesse am Freitag bekannt, woraufhin Investoren sofort die Zeichen deuteten: Begeisterung bei Glencore-Aktionären mit einem Kursanstieg von 11% am Freitag; Nervosität bei Rio-Aktionären mit einem Kursrückgang von 6%.
Nach den britischen Übernahmeregeln hat Rio ein festgelegtes Zeitfenster, um ein formelles Angebot abzugeben. Eine Entscheidung muss bis zum 5. Februar getroffen werden.

Um diesen Deal zu verstehen, folgen Sie dem Preis von Kupfer. Es ist das Metall, das alles antreibt – von Elektroautos und Rechenzentren bis hin zu Solarmodulen und Windturbinen – und die Nachfrage wird über Jahrzehnte hinweg stark steigen.
Die Nachfrage wird voraussichtlich bis 2040 um 50% steigen. Das Angebot hingegen hat Mühe, Schritt zu halten. Deshalb beeilen sich Bergbauunternehmen, sich zu vergrößern, und deshalb sieht Rio Glencore als Schnellweg zur Kupfer-Dominanz. Eine Fusion würde Rio helfen, weniger von Eisenerz abhängig zu sein – seiner Cash Cow, aber nicht gerade der Zukunft.
Der Deal wurde zuletzt 2024 versucht, aber die Gespräche endeten in einem frühen Stadium. Rio Tinto hat jetzt einen neuen CEO, und der KI-Boom hat den Kupferpreis auf ein neues Rekordhoch getrieben.
Wie M&A Schritt für Schritt abläuft
Jede Fusion hat ihre Eigenheiten, aber der Prozess folgt in der Regel einem bekannten Drehbuch.

Mega-Deals können für CEOs attraktiv sein, die an ihr Vermächtnis denken. Wenn Rio und Glencore den Bund schließen, würden sie den Marktführer BHP beim Marktwert überholen und den globalen Bergbau sofort umgestalten.
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