
1/9/2026

Die Dezember'-Daten erzählen die Geschichte eines Arbeitsmarktes, der an der Oberfläche stabil aussieht, aber darunter mehr Druck trägt. Die Arbeitslosenquote verbesserte sich auf 4,4 %, selbst nachdem saisonale Revisionen frühere Werte angehoben hatten, und die Beschäftigtenzahlen stiegen moderat um 50.000 Stellen. Auf dem Papier ist das kein schwacher Markt. Aber wenn man dies mit Unterbeschäftigung, Langzeitarbeitslosigkeit, Löhnen und Stimmung vergleicht, sieht man eine Wirtschaft, die sich für Haushalte viel härter anfühlt, als die Schlagzeile vermuten lässt.

Aus der Haushaltsumfrage:
Revisionen früherer Daten bedeuten, dass dieser Wert von 4,4 % nun eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Stand der Arbeitslosenquote Anfang 2025 darstellt. Nach Alter und Geschlecht liegt die Arbeitslosigkeit bei erwachsenen Männern und Frauen bei 3,9 % und bei Jugendlichen bei 15,7 %, mit geringen Veränderungen im Monatsverlauf.
Aber mehrere "Arbeitsmarktqualitäts"-Indikatoren entwickeln sich in eine besorgniserregendere Richtung:
Die Erwerbsquote (62,4 %) und das Beschäftigungs-Bevölkerungs-Verhältnis (59,7 %) haben sich das ganze Jahr über kaum verändert.
Auf der Unternehmensseite:
Die Zuwächse sind begrenzt und bekannt:
Diese Sektoren sprechen für eine stetige Nachfrage nach Dienstleistungen und Pflege, nicht für eine breite Einstellungswelle.
Der Einzelhandel verlor 25.000 Stellen, mit Rückgängen bei Lagerhausclubs/Supermärkten und Lebensmittel- & Getränkehändlern, teilweise ausgeglichen durch Zuwächse bei Elektronik- und Haushaltsgerätegeschäften. Die Beschäftigung bei der Bundesregierung blieb im Monatsverlauf unverändert, ist aber seit Januar um 277.000 (9,2 %) gesunken, da frühere Expansionen zurückgefahren werden.
Revisionen fügten eine bittere Note hinzu:
Zusammen sind das 76.000 weniger Stellen als ursprünglich gemeldet, was den Eindruck verstärkt, dass das Momentum bereits seit einiger Zeit nachlässt.

Die Löhne steigen weiter, aber nicht genug, damit sich Arbeitnehmer entspannt über ihre Finanzen fühlen:
Durchschnittlicher Stundenlohn (AHE, alle Beschäftigten):- +0,3 % im Dezember
AHE für Produktions- und nicht-leitende Angestellte:- Im Wesentlichen unverändert bei $31,76 (+3 Cent)
Durchschnittliche Wochenarbeitszeit:- Gesunken auf 34,2 Stunden (–0,1 Stunde), mit 39,9 Stunden im verarbeitenden Gewerbe und stabilen Überstunden von 2,9 Stunden
Haushalte sehen also solides Lohnwachstum auf dem Papier, aber zwei Dinge dämpfen den Komfort:
Die neuesten Verbraucherstimmungs-Daten unterstreichen das:
Fasst man all dies zusammen, lautet die Erzählung nicht "alles ist in Ordnung" oder "alles bricht zusammen." Sie ist nuancierter:
Es ist ein Arbeitsmarkt unter stillem Druck: Er funktioniert noch, schafft noch Arbeitsplätze, liefert aber eine Alltagsrealität, die sich für viele Haushalte angespannt anfühlt. Für politische Entscheidungsträger erschwert diese Mischung die Kalkulation – einerseits gibt es keinen klaren Zusammenbruch, der sofortiges Handeln erzwingen würde; andererseits gibt es kaum Anzeichen dafür, dass sich Arbeitnehmer wieder in einer wirklich komfortablen Position fühlen.
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