
Südkoreanischer Chip-Gigant bringt Memory-Superzyklus an die Wall Street
6/24/20266/26/2026


Volkswagen erwägt, bis zu 100.000 Arbeitsplätze zu streichen — das entspricht etwa jeder sechsten Stelle weltweit, wie aus mehreren Berichten hervorgeht. Dies wäre eine der größten Entlassungswellen in der Unternehmensgeschichte weltweit, größer als die 60.000 Stellenstreichungen bei IBM und die 74.000 bei GM in den 1990er Jahren.
Noch ist nichts endgültig. Der Aufsichtsrat von Volkswagen wird den Plan voraussichtlich auf der Sitzung am 9. Juli besprechen. Es ist garantiert, dass er auf heftigen Widerstand stoßen wird, da die größte deutsche Gewerkschaft, IG Metall, bereits angekündigt hat, dagegen "mit aller Kraft" zu kämpfen.
Volkswagen kämpft mit schlankeren chinesischen Wettbewerbern, schwacher europäischer Nachfrage, den US-Zöllen auf Autos und dem Iran-Krieg.
Ein Teil der Kürzungen würde durch Werksschließungen auf VWs Heimatboden Deutschland erfolgen. Die Standorte in Hannover, Zwickau, Emden und das Neckarsulmer Werk von Audi sind alle bedroht, was mehr als 45.000 Arbeitsplätze betrifft.
Die Schließung großer Fabriken im Industrieland Deutschland ist politisch heikel und schwer umzusetzen, weshalb Unternehmen dies in der Regel vermeiden. Das liegt zum Teil an der Struktur: Große deutsche Unternehmen nutzen ein duales Führungssystem, bei dem ein Aufsichtsrat das Management überwacht. Er ist 50–50 zwischen Aktionären und Arbeitnehmervertretern aufgeteilt.
Das Unternehmen hatte bereits Pläne vorgelegt, bis 2030 50.000 Stellen abzubauen. Es erzielte 2024 eine wegweisende Einigung mit den Gewerkschaften, um die Kürzungen voranzutreiben, doch es scheint, als wäre dies nicht genug gewesen.

China war einst Volkswagens Wachstumsmotor. VW war jahrelang der größte Autohersteller im größten Markt der Welt, bis ein lokaler Rivale BYD das Unternehmen 2024 überholte. Im darauffolgenden Jahr fiel es hinter einen weiteren chinesischen Rivalen, Geely, zurück. Unternehmen wie Chery, SAIC und Leapmotor fressen alle an VWs Marktanteil.
Chinesische Autohersteller bringen im In- und Ausland in atemberaubendem Tempo neue Elektrofahrzeuge auf den Markt. Sie werden bei Preis und Qualität zunehmend wettbewerbsfähig.

Volkswagen hatte zuvor jährliche Einsparungen von €6 Milliarden bis 2030 angestrebt und eingeräumt, dass die Kosten der "größte Handlungsbedarf" seien. Das Unternehmen gab kürzlich den Verkauf seiner Schiffsmotorensparte an Bain Capital für €7,4 Milliarden bekannt.
Berichten zufolge erwägt die Führung auch eine radikalere Umstrukturierung des Unternehmens, möglicherweise sogar eine Abspaltung der Kernmarke VW.
Die Aktien von Volkswagen haben sich im Vergleich zu den Wettbewerbern miserabel entwickelt, sodass das Unternehmen nicht einmal leicht die Kapitalmärkte anzapfen kann. Der Aktienkurs erreichte am Freitag ein 16-Jahres-Tief.
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