
US-Daten lassen die Fed zwischen schwächerem Arbeitsmarkt und hartnäckigen Preisen feststecken
7/3/20267/8/2026

Nur wenige Wochen nachdem ein Waffenstillstand die Kämpfe unterbrochen hatte, flammt der Iran-Krieg erneut auf. US-Präsident Donald Trump erklärte das Interimsabkommen für "beendet", nachdem Teheran Angriffe auf amerikanische Militärstandorte gestartet hatte. Zuvor hatten die USA Angriffe auf den Iran gestartet, als Vergeltung für Angriffe auf Öltanker.
Investoren hatten gehofft, der Krieg würde sich dem Ende zuneigen, doch nun erscheint ein langwieriger und volatiler Konflikt wahrscheinlicher. Der entscheidende Energiekorridor Straße von Hormus könnte erneut geschlossen werden, bevor der Verkehr überhaupt die Chance hat, sich zu normalisieren.
Washington hat eine vorübergehende Lizenz widerrufen, die iranische Ölverkäufe erlaubte, und erhöht damit den Druck auf das Ölangebot weiter.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Erde. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssiggases passiert diese enge Passage zwischen dem Iran und Oman.
Brent-Rohöl stieg nach der Nachricht über den gescheiterten Waffenstillstand um mehr als 5% auf rund $80/Barrel. Nach dem Waffenstillstandsabkommen war Öl kurzzeitig auf das Vorkriegsniveau von rund $72 zurückgekehrt.
Vor dem Krieg passierten täglich rund 140 Schiffe die Meerenge. Dann schloss der Iran die Straße, und nur gelegentlich wagte ein Schiff die Route. Nach dem Waffenstillstand stiegen die Zahlen auf 30-60 Schiffe pro Tag, obwohl die Minenräumung noch andauerte.
Während die Ölpreise auf die Nachricht hin stiegen, war der Anstieg im Gesamtkontext dieser Krise relativ moderat. Öl liegt weiterhin deutlich unter dem Kriegshoch von über $120 pro Barrel, und der breitere Markt bewegte sich kaum.
Aktienmärkte in New York, Tokio, Seoul und London haben während dieses Konflikts allesamt Rekordhochs erreicht. Der US-Aktienindex S&P 500 schloss am Dienstag lediglich 0,3% im Minus.
Warum die Ruhe? Investoren haben seit Kriegsbeginn am 28. Februar wiederholt Eskalationen, Drohungen und vorübergehende Waffenstillstände erlebt. Die Internationale Energieagentur hat dies als schlimmer als die Ölkrisen der 1970er Jahre zusammen bezeichnet, doch die Länder navigieren bisher ohne Panik durch die höheren Benzin- und Kerosinpreise.

Mehrere Faktoren helfen den Ländern, den Schock abzufedern:
China war besonders gut vorbereitet. Es hat vor der Krise riesige Ölreserven aufgebaut und kann sowohl auf ein Netzwerk erneuerbarer Energien als auch auf die Reaktivierung alter Kohlekraftwerke zurückgreifen. Es ist zudem der größte Markt der Welt für Elektroautos, wobei die Mehrheit der neu verkauften Autos inzwischen EVs sind.
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