
Fließbänder trotzen Krieg, steigenden Kosten und Zöllen
7/1/20267/3/2026

Die US-Daten dieser Woche zeigten eine Wirtschaft, die an Dynamik verliert, aber nicht genug, um der Federal Reserve, der US-Zentralbank, einen klaren Grund für eine Lockerung ihrer Geldpolitik zu geben. Die Einstellungen verlangsamten sich im Juni deutlich, die Verbraucher wurden vorsichtiger in Bezug auf den Arbeitsmarkt, und die Fabriken meldeten weiterhin erhöhte Kosten.
Der Hintergrund ist nach wie vor die Inflation. Höhere Treibstoffkosten, Lieferunterbrechungen, Zölle und iranbedingte Energievolatilität wirken sich weiterhin auf Teile der Wirtschaft aus.

Das Beschäftigungswachstum verlangsamte sich im Juni auf 57.000, und frühere Monate wurden nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote fiel auf 4,2%, aber der Rückgang ging mit einer geringeren Erwerbsbeteiligung einher, was die Schlagzeile stärker aussehen lässt als die Details.
Die offenen Stellen (JOLTS) bleiben mit 7,6 Millionen hoch, aber die Arbeitgeber halten Positionen offen, ohne aggressiv einzustellen, während die Arbeitnehmer weniger bereit scheinen zu kündigen. Das deutet auf einen weniger flexiblen Arbeitsmarkt hin, in dem beide Seiten vorsichtig sind und die Fed kein klares Signal in eine der beiden Richtungen erhält.
Der Verbrauchervertrauensindex erfasst, wie Haushalte Arbeitsplätze, Einkommen, Geschäftsbedingungen und die wirtschaftlichen Aussichten einschätzen. Der Index stieg im Juni auf 91,2 von 90,6, bleibt aber unter seinem Referenzwert von 100, was bedeutet, dass das Vertrauen weiterhin gedämpft ist.
Niedrigere Benzinpreise halfen, aber sie beseitigten nicht die allgemeine Belastung. Frühere Treibstoffpreisspitzen, Zölle und Lieferverzögerungen können in den Regalpreisen verankert bleiben, sodass die Haushalte zwar niedrigere Tankkosten haben, aber kaum das Gefühl, dass die allgemeine Belastung vorüber ist.
Der **ISM **Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe lag bei 53,3%, und jeder Wert über 50% deutet im Allgemeinen auf eine Expansion hin. Die Auftragseingänge waren mit 56,0% weiterhin solide, während die Produktion mit 52,2% im Wachstumsbereich blieb. Die Fabriken sind weiterhin ausgelastet, auch wenn das Tempo nachgelassen hat.
Der ISM-Preisindex fiel von 82,1% auf 73,0%, bleibt aber deutlich über der 50%-Schwelle, da Zölle, Treibstoffkosten, Lieferkettenverzögerungen und iranbedingte Unsicherheit die Ausgaben der Hersteller weiterhin in die Höhe treiben. Wenn diese Kosten anhalten, könnten die Verbraucher sie letztendlich ebenfalls spüren.

Die Daten dieser Woche senkten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli, belebten aber nicht die Argumente für Zinssenkungen in diesem Jahr. Das CME FedWatch-Tool beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli nun auf 17,1%, gegenüber 28,9% am Mittwoch. Die Händler reduzieren das Risiko einer sofortigen Maßnahme, erklären den Kampf gegen die Inflation aber nicht für beendet.
Für Kevin Warshs Fed sprechen die Daten eher für Zurückhaltung als für Entlastung. Schwächere Arbeitsmarktzahlen machen eine Zinserhöhung im Juli schwerer zu rechtfertigen, aber anhaltender Preisdruck hält Zinssenkungen außer Reichweite.
Möchtest du mehr entdecken? Lade unsere kostenlose App herunter, um Experten-News und interaktive Lektionen zur Finanzwelt freizuschalten.