Mega-Caps

11/18/2025

Mega-Caps
Mega-Caps

Die Dominanz weniger Unternehmen

Eine kleine Gruppe von Mega-Cap-Unternehmen steuert nun den S&P 500 Aktienindex. Die Top 10 kontrollieren über 40% des Index, wie LSEG-Daten zeigen. Das macht den Markt empfindlicher gegenüber Bewegungen einzelner Unternehmen als zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten Jahrzehnten.

Wenn diese Unternehmen steigen, legt der gesamte Index zu. Wenn sie schwächeln, gerät alles ins Wanken.

Warum das wichtig ist:

  • Die Gesamtstärke des Index kann Schwächen bei den anderen 490 Unternehmen verbergen.
  • Portfolios sind stark von wenigen Gewinnern abhängig.

Welche sind also die Top-Aktien?

Die Schwergewichte des S&P 500 bilden einen exklusiven Club von Tech-Aktien: Nvidia, Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Broadcom und Meta. Selbst die "Außenseiter" haben Verbindungen zur Tech-Branche.

Tesla ist ein Automobilunternehmen, das stark in KI und Robotik investiert. Warren Buffett's Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway hält große Beteiligungen an Apple und Alphabet. Der Aufschwung von Eli Lilly beruht auf Medikamenten zur Gewichtsreduktion, verstärkt durch einen viralen Social-Media-Hype.

Viel hängt vom größten Unternehmen ab, Nvidia. Wann immer es Quartalszahlen veröffentlicht, kann ein Übertreffen oder Verfehlen der Erwartungen den gesamten Index bewegen.

Der Motor der passiven Geldströme

Passives Investieren verstärkt die Konzentration weiter. Fonds, die Indizes wie den S&P 500 nachbilden, kaufen die größten Unternehmen einfach, weil sie bereits groß sind. Das erhöht ihre Gewichtung im Index und verstärkt den Abstand zum Rest des Marktes.

Da fast die Hälfte des Index in zehn Aktien steckt, wird die Kaufschleife selbstverstärkend. Marktkapitalisierungsgewichtung bedeutet, dass selbst breit aufgestellte Fonds von wenigen Namen abhängen können.

Kurzer Fakt: Gleichgewichtete Indizes vermeiden diese Verzerrung, indem sie jeder Aktie das gleiche Gewicht geben.

Gewinne, Skalierung und die Macht zur Dominanz

Marktkonzentration ist nicht nur eine Folge der passiven Investmentschleife — sie spiegelt auch echte Fundamentaldaten wider.

Big Tech liefert massives Gewinnwachstum, globale Reichweite und Innovation in Bereichen wie KI. Ihre digitalen Geschäftsmodelle skalieren nahezu unbegrenzt: Sobald Plattformen, Chips oder Clouds aufgebaut sind, kostet jeder zusätzliche Nutzer sehr wenig. Das schafft hohe Margen, enorme Barreserven und schwer angreifbare Wettbewerbsvorteile, die dominanten Unternehmen die Macht geben, ihren Vorsprung auszubauen.

Echos vergangener Blasen

Die Geschichte zeigt, dass konzentrierte Märkte Booms und Crashs verstärken können. In den späten 1990er Jahren dominierten Tech-Aktien die Indizes vor dem Dotcom-Crash. Und damals erreichten die 10 wertvollsten Unternehmen nur einen Höchststand von 27% des S&P 500.

Die heutige Situation ist anders: Die Mega-Caps sind profitabel und fest etabliert.

Aber die Lehre bleibt: Wenn eine Handvoll Unternehmen den gesamten Markt antreibt, steigt die Volatilität. Anleger sollten beobachten, ob dieser KI-Boom neue Gewinner hervorbringt und die Marktführerschaft verbreitert, oder ob die Gewinne auf wenige Namen beschränkt bleiben.

Zu viel Macht an der Spitze?

Die Top-10-Aktien machen über 40% des Wertes des gesamten S&P 500 Index aus. Dieser US-Aktienindex ist einer der meistbeachteten und einflussreichsten Indizes der Welt, an dem viele Fonds und Pensionskassen weltweit gemessen werden.