
1/8/2026

Europäische Rüstungsaktien erreichten diese Woche erneut neue Allzeithochs, nachdem US-Präsident Donald Trump den Kongress aufgefordert hatte, das Militärbudget 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar anzuheben – gegenüber den vom Kongress genehmigten 901 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr.
Auch Rüstungsaktien in den USA und Asien legten zu.
Der Sektor befindet sich seit Russlands Invasion 2022 in der Ukraine in einer Rallye. Eine stetige Abfolge geopolitischer Krisenherde hat die Nachfrage nach militärischer Ausrüstung angeheizt, wobei auch Softwareunternehmen wie Palantir davon profitieren.

Der STOXX Europe Aerospace & Defense Index stieg 2025 um 57 % und gehört damit zu den Anlageklassen mit der besten Performance an den globalen Märkten – selbst nach einem starken Rücksetzer im Oktober.
Der Index umfasst viele europäische Schwergewichte der Rüstungsindustrie wie BAE Systems, Airbus, Leonardo, Thales, Rheinmetall und Saab, die alle volle Auftragsbücher und eine steigende Nachfrage verzeichnen.
Die Dynamik hat sich auch 2026 fortgesetzt, wobei der Sektor bis Donnerstag bereits um 9 % gestiegen ist, was unterstreicht, wie fest sich Verteidigung als Gewinnerthema an den Märkten etabliert hat.
Europas Aufrüstungszyklus ist weit über Notfallbudgets hinausgegangen, da Washington signalisiert hat, nicht mehr bereit zu sein, die Rechnung für andere Länder zu übernehmen. Regierungen bauen Lagerbestände wieder auf und modernisieren ihre Ausrüstung.
Bevor Russland die Ukraine angriff, war es üblich, dass Länder Verteidigungsbudgets unter dem NATO-Ziel von 2 % des BIP führten. Jetzt beeilen sich die Länder, das Ziel zu erreichen und zu übertreffen.
Rüstungsaktien ziehen weiterhin Aufmerksamkeit auf sich, da Anleger täglich mit einer Flut von Nachrichten über steigende geopolitische Spannungen rund um den Globus konfrontiert sind.
Wichtige Auslöser sind:
Rüstungsaktien verhalten sich anders als die meisten Sektoren, da sie stark von Politik, öffentlichen Ausgaben und globalen Spannungen abhängen.
Rüstung befindet sich an der Schnittstelle von Geld, Politik und Ethik, weshalb sie mehr Überlegung erfordert als die meisten Sektoren.
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