
Günstigeres Gas verschafft der Fed etwas Zeit
7/14/20267/16/2026


IBM verzeichnete am Dienstag einen Kurseinbruch von über 25%, den stärksten Rückgang mindestens seit den 1960er Jahren. Zuvor hatte der amerikanische Technologieriese eine Gewinnwarnung herausgegeben und erklärt, dass Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal die Erwartungen der Wall Street verfehlen würden.
Der Umsatz wird voraussichtlich $17,2 Milliarden erreichen, ein Plus von nur 1% gegenüber dem Vorjahr und unter den von Analysten erwarteten $17,9 Milliarden. Der bereinigte Gewinn von $2,93 pro Aktie blieb ebenfalls hinter den Prognosen zurück.
Die Schwachstelle ist IBMs Infrastrukturgeschäft. Der Softwareumsatz wächst weiterhin, das Beratungsgeschäft ist weitgehend stabil, aber die Verkäufe von z17-Mainframe-Systemen, den leistungsstarken, margenstarken Geschäftscomputern, die zu IBMs ältesten Produktlinien gehören, gingen stärker zurück als vom Management erwartet.
Laut IBM lenkten viele Kunden ihre Technologiebudgets gegen Ende des Quartals in Richtung Server, Speichergeräte und Speicherchips um. Unternehmen, die künstliche Intelligenz-Kapazitäten aufbauen, handelten schnell, um Hardware zu sichern, die zunehmend wichtiger und in einigen Fällen schwerer zu beschaffen geworden ist.
Diese Verschiebung belastete die Nachfrage nach IBMs traditionellen Infrastrukturprodukten und trug dazu bei, dass mehrere große Unternehmensverträge über das Quartalsende hinaus verschoben wurden. IBMs eigene Führung verwies auch auf eine zweite Ursache: CEO Arvind Krishna sagte den Investoren, das Unternehmen habe sich "bei einigen dieser Geschäfte nicht schnell genug angepasst und bewegt".
Investoren haben in den letzten zwei Jahren fast alles belohnt, was mit künstlicher Intelligenz in Verbindung steht, aber IBMs Ergebnisse stellen dieses Muster auf die Probe. Constellation Research-Analyst Holger Mueller sagte, der Rückgang bei den Mainframe-Ausgaben "zeigt den KI-Sog", der Unternehmensbudgets umgestaltet.
Unternehmen, die die Speicherchips, Server und Speichersysteme liefern, auf denen KI-Systeme laufen, profitieren weiterhin vom Ausgabenschub. Unternehmen, die an ältere Technologiezyklen wie Mainframes gebunden sind, stehen nun vor wachsender Konkurrenz um Technologiebudgets, da Unternehmen KI-Projekte priorisieren.
Möchtest du mehr entdecken? Lade unsere kostenlose App herunter, um Experten-News und interaktive Lektionen zur Finanzwelt freizuschalten.