
2/5/2026

Alphabet erwartet, seine Investitionsausgaben in diesem Jahr auf bis zu 185 Milliarden US-Dollar zu verdoppeln, wobei ein Großteil des Geldes in High-End-Chips und Rechenzentren fließt.
Die Google-Muttergesellschaft hat ihre Position im KI-Bereich schnell gestärkt, wobei der Gemini-Chatbot mittlerweile 750 Millionen aktive Nutzer erreicht. Das liegt dicht hinter OpenAIs ChatGPT, das 800 Millionen Nutzer verzeichnet.
Alphabets Umsatz und Gewinn übertrafen die Erwartungen für das letzte Quartal, aber Anleger sind zunehmend beunruhigt über die Ausgabenpläne der großen Technologieunternehmen — was die Aktien fallen ließ.

Alphabet war nicht der einzige sogenannte Hyperscaler, ein riesiger Cloud-Dienstleister, der die Märkte mit seinen Ausgabenplänen erschütterte. Meta und Microsoft überraschten die Anleger eine Woche zuvor.
Ausgaben der Big-Tech-Unternehmen:
Amazon wird am Donnerstag nach Börsenschluss Quartalszahlen veröffentlichen.

Die Investitionsausgaben (Capex) steigen, weil künstliche Intelligenz viel teure physische Infrastruktur erfordert — von Halbleitern und Rechenzentren bis hin zu Stromnetzen und Kühlsystemen.
Microsoft gab an, dass zwei Drittel seiner Rekord-Investitionsausgaben im letzten Quartal in "kurzlebige Vermögenswerte" flossen, hauptsächlich Nvidias Chips, die KI antreiben.
Branchenweit werden die Ausgaben getrieben durch:
Der rasche Ausbau der KI-Infrastruktur stößt an reale Grenzen. Rechenzentren verbrauchten 2024 bereits etwa 1,5 % des weltweiten Stroms, so die IEA, und die Nachfrage steigt schnell.
Strom, Flächennutzung und Wasserverbrauch werden zu bindenden Einschränkungen. Selbst mit saubereren Energiequellen könnte das Wachstum nachlassen, wenn Betreiber nicht Anlagen umgestalten, neue Stromverträge abschließen oder effizientere Hardware einsetzen.
Dieser Druck treibt auch experimentellere Ideen voran. Elon Musks SpaceX-xAI-Fusion zielt darauf ab, orbitale Rechenzentren zu erforschen, während andere auf Durchbrüche wie Fusionsenergie setzen, um zukünftige KI-Systeme am Laufen zu halten.
Während Big Tech Milliarden in Chips und Rechenzentren investiert, treffen die Auswirkungen den Softwaresektor. Der S&P 500 Software-Index ist seit Anfang 2026 um mehr als 18 % gefallen.
Unternehmen, die Geschäfts- oder Rechtssoftware anbieten, wurden besonders hart getroffen. Ein Auslöser scheint Anthropics Veröffentlichung neuer Plugins für sein Claude Cowork gewesen zu sein, ein KI-Tool zur Automatisierung von Aufgaben in den Bereichen Recht, Vertrieb, Marketing und Datenanalyse.
In den USA börsennotierte Unternehmen wie ServiceNow, Thomson Reuters, Oracle, Figma und Atlassian wurden hart getroffen. In Europa stehen Unternehmen wie SAP, LSEG und RELX unter Druck.
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