
10/24/2025


Der US-Verbraucherpreisindex stieg im September um 0,3%, etwas langsamer als der Anstieg von 0,4% im August, was darauf hindeutet, dass sich die Inflation weiter abschwächt, aber uneinheitlich bleibt.
Ein Anstieg der Benzinpreise um 4,1% war der größte Beitrag zum Anstieg im September und trieb den breiteren Energieindex um 1,5% nach oben. Die Kosten für Strom und Erdgas fielen, aber die höheren Kraftstoffpreise hielten die Gesamtinflation stabil.
Der VPI lag leicht unter den Prognosen, was die Hoffnung auf eine lockerere Fed-Politik zum Jahresende stärkte. Die Anleiherenditen gaben nach, und die Aktienmärkte legten zur Eröffnung zu.
Das Offenmarktkomitee der Fed (FOMC) tritt nächste Woche zusammen, um zu entscheiden, ob der Tagesgeldsatz gesenkt wird. Ökonomen erwarten eine Senkung um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75%-4,00%.
Obwohl die Inflation im September unter den Erwartungen lag, bleibt sie über dem Ziel der Fed. Hartnäckige Wohnkosten (=Mieten und Wohndienstleistungen) und schnell steigende Benzinpreise erschweren den Ausblick. Die Fed bleibt vorsichtig, aber die Märkte tendieren zu einer taubenhaften Haltung.
Anlegerperspektive: Alle Augen werden am kommenden Mittwoch auf die Fed gerichtet sein. Zinsentscheidungen sind bedeutende, marktbewegende Ereignisse.
Die Federal Reserve hat ein duales Mandat zur Förderung der Vollbeschäftigung und zur Erreichung einer Inflationsrate von 2% im Zeitverlauf — aber nicht irgendeiner Inflation. Die von der Fed offiziell gewählte Inflationskennzahl ist der PCE-Preisindex, nicht der VPI.
Warum PCE? Laut der Fed spiegelt er besser wider, wie Amerikaner tatsächlich konsumieren — und passt sich schneller an Verhaltensänderungen an.
Die beiden Indizes bewegen sich oft gemeinsam, aber der VPI zeigt kurzfristig tendenziell hartnäckigeren Preisdruck. Beide werden von Anlegern und Zentralbankern gleichermaßen genau beobachtet, insbesondere jetzt, da nur wenige andere Datenquellen verfügbar sind.
Shutdown blockiert wichtige Wirtschaftsdaten
Nach dem verzögerten VPI-Bericht für September erklärte das Weiße Haus, dass die Inflationsdaten für Oktober möglicherweise gar nicht veröffentlicht werden.
Seit der Shutdown Anfang Oktober begann, wurde die meiste staatliche Berichterstattung eingestellt — genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Fed schwierige Entscheidungen treffen muss.
Die Fed fliegt vor ihren anstehenden Zinsentscheidungen in diesem Jahr teilweise blind. Ohne offizielle Statistiken können sich die Entscheidungsträger auf private und regionale Umfragen stützen — aber diese sind kein vollständiger Ersatz. Anleger und Zentralbanker müssen bei Preisen, Beschäftigung und Verbraucherstärke raten.
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