
12/29/2025

Im November stiegen die Verträge für bestehende Häuser um 3,3% im Monatsvergleich (m/m) und 2,6% im Jahresvergleich (y/y), laut der National Association of REALTORS® (NAR). Das ist nicht nur ein zufälliger Ausschlag: Nach Bereinigung um saisonale Effekte stellt die NAR fest, dass dies der stärkste Wert des Jahres und der beste seit fast drei Jahren ist, was auf echte Dynamik hindeutet und nicht auf einen einmaligen Ausreißer.

Am ermutigendsten ist, wie breit angelegt die Zuwächse waren:
Der Westen war eine der am stärksten betroffenen Regionen während des Zinsschocks, sodass ein nahezu zweistelliger monatlicher Zuwachs darauf hindeutet, dass Käufer wieder aktiv werden, da Preise und Hypothekenzinsen etwas handhabbarer werden.
Unter der Oberfläche verändert sich auch die Stimmung. Der Vertrauensindex der NAR zeigt, dass 22% der Makler in den nächsten drei Monaten mit stärkerem Käuferverkehr rechnen (gegenüber 17% im Oktober), und 18% erwarten mehr Verkäuferverkehr (gegenüber 16%). Das sind immer noch Minderheitsanteile, und beide liegen unter dem Niveau des Vorjahres, aber die Richtung hat sich ins Positive gewandt.
Der Chefökonom der NAR verweist auf bessere Erschwinglichkeit: Die Hypothekenzinsen sind von ihren Höchstständen zurückgegangen, und das Lohnwachstum lag in vielen Märkten über den Hauspreiszuwächsen. Hinzu kommt ein etwas größeres Angebot als vor einem Jahr, und mehr Käufer sind zumindest bereit, "den Markt zu testen", indem sie Angebote abgeben.
Es ist wichtig zu bedenken, dass schwebende Hausverkäufe auf unterzeichneten Verträgen basieren, nicht auf abgeschlossenen Geschäften. Der Index der schwebenden Hausverkäufe ist als Frühindikator konzipiert – die heutigen Verträge erscheinen in der Regel ein bis zwei Monate später als abgeschlossene Verkäufe, obwohl Finanzierungsprobleme, Bewertungsfragen oder Inspektionsprobleme einige Transaktionen noch zum Scheitern bringen können.
Dennoch ist ein gleichzeitiger Anstieg im Monats- und Jahresvergleich in allen vier Regionen ein klares Signal dafür, dass sich der Immobilienmarkt von "eingefroren" in Richtung "Auftauen" bewegt. Für Makler, Kreditgeber und alle, die die Gesamtwirtschaft beobachten, deutet der November-Bericht darauf hin, dass niedrigere Zinsen und allmähliche Einkommenszuwächse beginnen, zumindest einen Teil der aufgestauten Nachfrage freizusetzen, die während eines Großteils der letzten zwei Jahre zurückgehalten wurde.
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