
4/14/2026

Die USA haben eine Seeblockade gegen Schiffe eingeleitet, die iranische Häfen verlassen, was das Risiko eines offenen Seekriegs am wichtigsten Öl-Engpass der Welt erhöht.
An der Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa 20 % der weltweiten Öl- und Flüssigerdgas-Ströme (LNG) fließen, gibt es nun zwei konkurrierende Blockaden.

Die US-amerikanischen und iranischen Unterhändler könnten bald die Gespräche wieder aufnehmen, nachdem Verhandlungen in Pakistan ohne Durchbruch gescheitert sind. Investoren begrüßten Anzeichen dafür, dass diplomatische Kanäle trotz der Eskalation auf See aktiv bleiben.
Die Parteien könnten noch diese Woche an den Verhandlungstisch in Islamabad zurückkehren. Die Märkte sind vorsichtig optimistisch, wobei Öl unter 100 Dollar pro Barrel gehandelt wird und die Aktienkurse leicht gestiegen sind.
Washington erklärt, es seien Fortschritte erzielt worden, doch Präsident Donald Trump hält an der Bedingung fest, dass Iran keine Atomwaffe erlangen darf.
Auch Europa schaltet sich ein. Frankreich und das Vereinigte Königreich führen eine Initiative von 40 Nationen an, um die Straße von Hormus offen und gebührenfrei zu halten, mit dem Argument, dass die Freiheit der Seeschifffahrt ein globales und nicht nur ein regionales Anliegen sei.
Irans Parlament hat ein Mautsystem an der Meerenge genehmigt, wobei einige ausländische Tanker Berichten zufolge einen Dollar pro Barrel für die Durchfahrt zahlen. Für die größten Öltanker beläuft sich das auf 2 Millionen Dollar pro Schiff.
Die USA lehnen es ab, dass Iran eigenständig Gebühren erhebt, doch Trump hat die Idee ins Spiel gebracht, die Einnahmen aus der Mautstelle mit Iran zu teilen. Oman, das sich die Gewässer von Hormus mit Iran teilt, lehnt Mautsysteme ab.
Die Waffenstillstandsgespräche stecken beim Thema Irans Atomprogramm fest. Die USA haben eine 20-jährige Aussetzung aller iranischen Nuklearaktivitäten vorgeschlagen. Iran plädiert für eine fünfjährige Pause.
Investoren haben dies als positives Zeichen gewertet. Die USA und Iran streiten über Zeitrahmen. Es könnte Spielraum für einen Kompromiss geben.
Doch zentrale Fragen bleiben ungelöst:

Die Internationale Energieagentur erklärt, der Krieg mit Iran habe den größten jemals verzeichneten Ölangebotsschock verursacht, und dieser beginne nun, die Realwirtschaft zu belasten.
Neuer Ausblick der IEA:
Vor den Kampfhandlungen passierten täglich über 20 Millionen Barrel die Straße von Hormus. Anfang April sank dieser Wert auf weniger als 4 Millionen.
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