
5/7/2026


GameStop hat gerade einen Endgegner-Kampf betreten. Der Videospiel-Einzelhändler hat ein unaufgefordertes Übernahmeangebot von 56 Milliarden Dollar für eBay abgegeben, ein Unternehmen, das fast viermal so groß ist.
Das Angebot beträgt $125 pro eBay-Aktie, aufgeteilt in je zur Hälfte Bargeld und GameStop-Aktien. Es stellt eine 46% Prämie gegenüber dem Kurs dar, zu dem eBay gehandelt wurde, bevor GameStop begann, Aktien zu kaufen. GameStop besitzt bereits 5% von eBay. CEO Ryan Cohen argumentiert, das Duo könnte zusammen "Hunderte von Milliarden Dollar" wert sein, indem es GameStops Einzelhandels-Anhängerschaft mit eBays globalem Online-Marktplatz vereint, insbesondere bei Sammlerstücken.
Die Märkte sind nicht überzeugt. eBay-Aktien stiegen nach dem Angebot nur um etwa 5% und wurden bei etwa $109 gehandelt. Aktien, die deutlich unter dem Angebotspreis gehandelt werden, sind ein klassisches Zeichen für Investorenskepsis.
Dieser Deal würde die normale M&A-Logik auf den Kopf stellen. GameStop ist etwa 11 Milliarden Dollar wert, 25-mal mehr als vor sechs Jahren. Die Aktie wird größtenteils von einer begeisterten Fangemeinde von Privatanlegern getragen.
Aber selbst mit diesem Schub befindet sich eBay in einer anderen Liga. Es ist etwa 49 Milliarden Dollar wert. Dennoch sagt GameStop, es könne das Angebot finanzieren durch:
So viel Schulden aufzunehmen wäre riskant, und* die Ausgabe neuer Aktien verwässert bestehende Aktionäre* — jeder besitzt ein kleineres Stück vom Kuchen.
Große Übernahmen börsennotierter Unternehmen folgen einem groben Drehbuch, selbst chaotische wie diese.

Man kann dieses Angebot nicht verstehen ohne 2021. Das war das Jahr, in dem GameStop zum Epizentrum des Meme-Aktien-Aufstands wurde.
Dieser Rausch gab GameStop etwas Seltenes: eine massive, loyale Basis von Privatanlegern und die Fähigkeit, Milliarden durch die Ausgabe neuer Aktien aufzubringen. Das heutige eBay-Angebot ist ein direkter Nachkomme dieses Moments.
Online-Foren liefen sofort nach der Nachricht über den Deal heiß. Einige posteten Memes von CEO Ryan Cohen, der gegen Windmühlen kämpft. Andere entwarfen ein zukünftiges "GameStop Hathaway", bei dem GameStop zu einem Vehikel für den Kauf anderer Unternehmen wird, wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway.
Ein berühmter Investor, Michael Burry, schlug diesen Weg für GameStop Anfang des Jahres vor, hat aber** seine gesamte Position aufgelöst**, nachdem der Deal angekündigt wurde, unter Berufung auf Bedenken hinsichtlich der Verschuldung.
Privatanleger kaufen wieder sowohl GameStop als auch eBay, aber bisher gibt es keinen vollständigen Meme-Manie-Schub. Analysten stellen grundlegende Fragen zu Kosteneinsparungen und den Vorteilen der Fusion.
Meme-Aktien-Manie, angeführt von GameStop, hat dazu beigetragen, das Interesse am Investieren zu steigern. Die Beteiligung von Privatanlegern an US-Aktien ist auf nahezu** 20%** der durchschnittlichen täglichen Handelsvolumina gestiegen, laut BlackRock, gegenüber niedrigen einstelligen Werten vor der Pandemie.
Aber Analysten glauben, GameStops jüngster Vorstoß in die große M&A-Welt könnte ein Schritt zu weit sein.
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