
11/26/2025

Auftragseingänge für langlebige Güter bieten einen der frühesten Einblicke in die Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und das Geschäftsvertrauen. Dieser monatliche Bericht erfasst neue Aufträge, die bei US-Herstellern für Güter eingehen, die mindestens drei Jahre halten sollen – wie Flugzeuge, Maschinen, Computer, Haushaltsgeräte und Fahrzeuge.
Da Unternehmen diese hochpreisigen Güter typischerweise bestellen, wenn sie zuversichtlich hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage sind, dienen Auftragseingänge für langlebige Güter als vorausschauender Indikator: Ein Anstieg der Aufträge heute führt oft Monate später zu Produktion, Beschäftigung und Wachstum.
Die größte Herausforderung bei Daten zu langlebigen Gütern sind extreme monatliche Schwankungen, insbesondere im Transportsektor:

Neue Aufträge für langlebige Industriegüter stiegen im September um 0,5% auf 313,7 Milliarden US-Dollar und markierten damit den zweiten monatlichen Anstieg in Folge. Dies folgte auf einen starken Zuwachs von 3,0% im August. Unter der Oberfläche zeigen die Details ein differenzierteres Bild:
Wichtige Entwicklungen:
Die Aufschlüsselung zwischen zivilen und Verteidigungs-Investitionsgütern erzählt unterschiedliche Geschichten:
Aufträge für zivile Investitionsgüter: -0,9% auf 94,0 Milliarden US-Dollar
Aufträge für Verteidigungs-Investitionsgüter: +23,0% auf 19,7 Milliarden US-Dollar (ein massiver Anstieg)
Diese Spaltung ist bedeutsam. Zivile Aufträge spiegeln Investitionen des Privatsektors wider – Unternehmen kaufen Ausrüstung, wenn sie Nachfrage erwarten. Dieser Rückgang von 0,9% deutet darauf hin, dass Unternehmen sich zurückhalten. Unterdessen spiegelt der Anstieg von 23,0% bei der Verteidigung staatliche Beschaffung wider, nicht organische wirtschaftliche Dynamik.
Der Bericht zu langlebigen Gütern im September zeigt eine Stärke in der Gesamtzahl, die Schwäche bei Unternehmensinvestitionen verbirgt. Die Gesamtaufträge stiegen um 0,5%, aber die Kernaufträge für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge sanken um 0,9%, was darauf hindeutet, dass Unternehmen bei der Expansion zögern. Der Anstieg von 23,0% bei der Verteidigung stützte die Gesamtzahl, spiegelt aber kein breiteres wirtschaftliches Vertrauen wider.
Wachsende Auftragsbestände (plus 0,7%) und sinkende Lagerbestände deuten auf anhaltende Arbeit hin, insbesondere im Transportsektor. Aber der Rückgang bei zivilen Investitionsgütern ist bemerkenswert – Unternehmensinvestitionen in produktive Ausrüstung tendieren dazu, der wirtschaftlichen Aktivität vorauszugehen, und wenn Unternehmen aufhören, Maschinen zu kaufen, signalisiert dies oft Vorsicht hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage.
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