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SpaceX's KI-Wette

8/5/2026

Elon Musk observes a Starship rocket surrounded by satellites and data units on an alien planet.
Bar chart shows SpaceX AI capital expenditure greatly exceeding revenue in Q1 and Q2 2024.

Gewinnübertreffer, beängstigende Ausgaben

SpaceX's erster Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen lieferte schnelles Wachstum, deutlich geringere Verluste als erwartet und eine sehr teure Überraschung:

  • Umsatz: $7,8 Milliarden vs. $6,8 Mrd. Schätzung, ein Plus von 92% im Jahresvergleich
  • Nettoverlust: $541 Millionen vs. 2,1 Mrd. Schätzung, gesunken von rund $1 Milliarde
  • Investitionsausgaben** (Capex): **$18,4 Mrd., ein Plus von 550% im Jahresvergleich

Obwohl die Kernzahlen die Wall-Street-Prognosen deutlich übertrafen, war es diese letzte Zahl, die den Investoren einen Schrecken einjagte. Elon Musks Raketen-Satelliten-KI-Konglomerat verbrennt rasant Geld. Die Aktien fielen am Mittwochmorgen um bis zu 9%, obwohl sie in der vorherigen Sitzung vor dem Bericht um 9% gestiegen waren.

Bar chart shows hyperscaler spending on AI and data centers, comparing 2023 vs 2026 forecasts.

Mithalten mit den Hyperscalern

SpaceX' rasant steigendes Investitionsbudget zeigt, dass das Unternehmen es ernst meint mit seinem Versuch, mit Größen wie Microsoft und Alphabet im Cloud Computing und der KI zu konkurrieren.

Fast $16 Milliarden der vierteljährlichen Investitionsausgaben flossen in künstliche Intelligenz-Infrastruktur, einschließlich Chips, Energiesysteme und Rechenzentren. Das war doppelt so viel wie im Vorquartal. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen, dieses Ausgabenniveau für mindestens zwei weitere Quartale beizubehalten.

Das Management behauptet, neue KI-Rechenkapazitäten könnten ihre Kosten in weniger als einem Jahr amortisieren. SpaceX versucht, etablierte Hyperscaler herauszufordern, während seine eigenen KI-Modelle hinter Marktführern wie OpenAI und Anthropic zurückbleiben. Selbst bei den Ausgaben bleibt es ein weit abgeschlagener Herausforderer.

SpaceX stock price graph shows a 40% decline from post-IPO highs, June to August.

Insider können endlich verkaufen

Eine größere Bewährungsprobe steht am Donnerstag, dem 6. August, an, wenn SpaceX' erste Sperrfrist nach dem Börsengang endet. Sperrfristen hindern Mitarbeiter und frühe Investoren am Verkauf und sorgen für einen ruhigeren Kursverlauf bei einem neu gelisteten Unternehmen.

Warum ist das wichtig? Weil der aktuelle Streubesitz — die Anzahl der für den öffentlichen Handel verfügbaren Aktien — nur rund 555 Millionen Aktien oder etwa 5% der ausstehenden Aktien beträgt. Am Donnerstag werden 912 Millionen zusätzliche Aktien zum Verkauf freigegeben.

Einige Insider werden ihre Anteile verkaufen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sie das Vertrauen verloren haben: Frühe Mitarbeiter möchten vielleicht einfach ein Haus oder ein diversifizierteres Portfolio. Ein großer Verkaufsschub drückt den Kurs nach unten, insbesondere wenn die Stimmung bereits fragil ist. Die Aktien werden seit Mitte Juli unter dem IPO-Preis von $135 gehandelt.

Line graph shows AT&T, T-Mobile, and Verizon share price returns declining on August 5th.

Starlink will Ihre Telefonrechnung

Das Satelliteninternetgeschäft Starlink bleibt SpaceX' finanzieller Motor. Sein Kundenstamm verdoppelte sich in 12 Monaten auf 12 Millionen, während das operative Ergebnis der Sparte um 79% stieg. Aber der durchschnittliche Umsatz pro Abonnent sank, da SpaceX in günstigere internationale Märkte expandierte.

Nun will es ein größeres Ziel anvisieren: Mobilfunkbetreiber. Präsidentin Gwynne Shotwell sagte, Starlink erwarte, Kunden von AT&T, T-Mobile und Verizon zu gewinnen, indem es Bodeninfrastruktur zusammen mit Satelliten nutzt, um einen "echten Mobilfunkdienst" zu schaffen.

Musk verkauft eine Vision vom Mars, aber SpaceX beginnt immer mehr wie ein gewöhnliches Telekommunikationsunternehmen auszusehen. Aktien von Wettbewerbern im Telekommunikationssektor fielen nach der Ankündigung.

Nvidia's stock price graph dramatically increased from late 2024 to mid-2026, driven by AI spending.

Nvidia gewinnt dieses Weltraumrennen

In seinem Bestreben, in die Reihen der Hyperscaler aufzusteigen, erwartet SpaceX, in diesem Jahr mehr als 2 Gigawatt Rechenkapazität zu betreiben und bis Ende 2027 fast 10 Gigawatt. Das bedeutet den Bau gigantischer Rechenzentren. Und das Unternehmen plant, diese KI-Infrastruktur ausschließlich mit Nvidia-Hardware aufzubauen.

Nvidia-CEO Jensen Huang hat geschätzt, dass jedes Gigawatt Rechenkapazität etwa $40 Milliarden bis $50 Milliarden an Nvidia-Umsatz generiert. Mechanisch auf 10 Gigawatt angewandt, ergibt das eine atemberaubende Hardware-Chance von $400 Milliarden bis $500 Milliarden.

Die tatsächliche Zahl kann aufgrund von Timing, Preisen und Ausstattung abweichen. Dennoch könnten SpaceX' Rechenzentrumsambitionen einen Geldsegen für Nvidia schaffen, bevor SpaceX seine eigene KI-Wette unter Beweis stellt.