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Yen unterbrochen

8/4/2026

Yen unterbrochen
Yen unterbrochen

Japanische Währung bekommt eine Stütze

Japan bestätigte eine seltene gemeinsame Währungsintervention mit den USA, um den schwächelnden Yen zu stützen. Die Währung war nahe daran, auf ein 40-Jahres-Tief bei ¥164 pro Dollar abzurutschen, stieg dann aber innerhalb von drei Tagen um 5%. Japan hat schätzungsweise rund $88 Milliarden für den Kauf von Yen innerhalb von zwei Tagen ausgegeben.

Die USA haben nicht bestätigt, wie viel sie beigetragen haben, aber das Finanzministerium hat Berichten zufolge Euro verkauft, um Yen zu kaufen. Dass die USA sich an der Stützung der Währung eines anderen Landes beteiligen, ist ungewöhnlich. Die Verwendung von Euro statt Dollar ist noch ungewöhnlicher.

Ein Fotograf machte ein Foto von Finanzminister Scott Bessent, der bei einer Kabinettssitzung eine Notiz trug, auf der stand: "buy Japanese Yen (JPY) $5-10 bil."

Yen unterbrochen

Warum Amerika in den Kampf eintrat

Länder kümmern sich normalerweise lieber um ihre eigenen Währungen. Deshalb sorgte die Intervention für Aufsehen.

Gründe für die Zusammenarbeit:

  • Ein kollabierender Yen und ein Ausverkauf bei japanischen Anleihen drohen die globalen Märkte zu destabilisieren.
  • Japan ist offiziell der größte Halter von US-Staatsanleihen. Washington möchte nicht, dass Tokio beginnt, diese abzustoßen, um den Yen zu stützen.
  • Die langfristigen Kreditkosten der USA sind die höchsten seit 2007, wobei viele Zentralbanken ihre Bestände seit Beginn des Iran-Krieges reduziert haben. 
  • Extreme Währungsschwankungen können Handel und Investitionen stören.

Japans Finanzministerin** Satsuki Katayama** sagte, sie stehe bereit, bei Bedarf erneut einzugreifen. Scott Bessent sagte, Amerika werde nicht zögern zu helfen.

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Ist der Yen jetzt also gerettet?

Staatliche Interventionen können Märkte vorübergehend bewegen, lösen aber selten die zugrunde liegenden Probleme. Der Yen steht seit Jahren aus mehreren Gründen unter Druck:

  • Zentralbankpolitik: Die Zinsen bleiben niedriger als in den USA und anderen großen Volkswirtschaften. Das bedeutet, dass Geld anderswo höhere Renditen erzielt.
  • Carry Trade: Investoren leihen sich günstige Yen und verkaufen diese, um höher verzinste Dollar-Anlagen zu kaufen, was die Nachfrage nach Dollar erhöht und den Yen schwächt.
  • Energieschock: Japan ist stark abhängig von Öl aus dem Golf und wurde von den steigenden Preisen hart getroffen.
  • Sanae Takaichis Regierung: Die Premierministerin legt einen $2,4 Billionen schweren 14-Jahres-Ausgabenplan auf. Die Idee ist, das Wachstum anzukurbeln, aber Investoren neigen dazu, eine lockere Fiskalpolitik abzustrafen.
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Japans dreifacher Balanceakt

Die** Bank of Japan**-Zinsentscheidung dürfte wirkungsvoller sein als der Kauf von Yen im Wert von Dutzenden Milliarden Dollar am Markt. Sowohl japanische als auch US-amerikanische Beamte deuteten an, dass Interventionen am besten in Verbindung mit höheren Zinsen wirken. Deshalb erwarten Investoren weithin eine weitere Zinserhöhung in den kommenden Monaten.

Sollte dies geschehen, wird das Halten von Yen attraktiver. Allerdings würde dies auch die Kreditkosten erhöhen, zu einem Zeitpunkt, an dem die staatliche Schuldenquote über 200% liegt und Premierministerin Takaichi versucht, ein historisches Konjunkturprogramm zu finanzieren. Staatsanleihen werfen immer noch weniger ab als die konkurrierender Länder, sind aber auf das höchste Niveau seit den 1990er Jahren gestiegen.

Japan muss einen Weg finden, gleichzeitig die Währung zu stützen, seinen Anleihenmarkt zu stabilisieren und ambitionierte Ausgabenpläne zu finanzieren.

Wenn Staaten Märkte bewegen

Offene Währungsinterventionen durch Regierungen sind selten, aber nicht beispiellos. Manchmal kooperieren Länder sogar, um die globale wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

  • 2000: Die EZB, die US-Fed und andere große Zentralbanken kauften Euro, um die neu eingeführte Währung zu stützen.
  • 2003-2004: Japan verkaufte Yen, um seine Währung während einer fragilen Erholung zu schwächen.
  • 2011: Nach dem Tōhoku-Erdbeben verkauften die G7-Staaten gemeinsam Yen, nachdem ein starker Anstieg Japans Wirtschaft bedrohte.
  • 2011-2015: Die Schweiz deckelte den Wert des Frankens gegenüber dem Euro und gab diese Politik dann auf.
  • 2015-2016: China gab rund eine Billion Dollar aus seinen Reserven aus, um den Yuan zu verteidigen, als Kapital aus dem Land abfloss.
  • 2022-2026: Japan hat wiederholt Yen gekauft, um ihn zu stärken