
1/21/2026

Netflix übertraf die Gewinnerwartungen knapp und erreichte im letzten Quartal 325 Millionen Abonnenten, 23 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz lag leicht über den Erwartungen, unterstützt durch ein starkes Content-Angebot, darunter die letzte Staffel von Stranger Things.
Dennoch fielen die Aktien, da sich die Anleger auf den bevorstehenden Warner Bros-Deal und Netflix' Entscheidung konzentrierten, Aktienrückkäufe auszusetzen, um diesen zu finanzieren. Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft, steigt der Kurs tendenziell, daher waren die Anleger über die Pause nicht erfreut.
Die Botschaft von der Wall Street: ein ordentliches Quartal, aber die Risiken erscheinen größer.

Netflix befindet sich in einem Kampf mit Paramount Skydance um Warner Bros Discovery. Nachdem der Vorstand von Warner Bros sich für das Angebot von Netflix entschieden hatte, startete Paramount ein feindliches Übernahmeangebot von 30 USD pro Aktie in bar.
Um dem entgegenzuwirken, änderte Netflix sein ursprüngliches Bar- und Aktienangebot in ein reines Barangebot von 27,75 USD pro Aktie, was Warner Bros einen Unternehmenswert von 82,7 Milliarden USD gibt.
Auf dem Spiel stehen große Franchises wie Harry Potter, DC Universe (einschließlich Superman und Batman) und Game of Thrones.
Der Warner-Vorstand sagt, Netflix' Vorschlag sei die sicherere, klarere Option. Paramount hat sein feindliches Übernahmeangebot, das direkt an die Aktionäre gerichtet ist, bis zum 20. Februar verlängert, um mehr Zeit zu haben, die Investoren zu überzeugen.
So vergleichen sich die Deals:
Beim Earnings Call machte Netflix-Co-CEO Ted Sarandos eine ungewöhnlich deutliche Aussage: YouTube und andere Big-Tech-Rivalen haben das Fernsehen neu definiert.
"TV ist nicht das, womit wir aufgewachsen sind. Oscars und die NFL sind auf YouTube", sagte er.
"Amazon besitzt MGM. Apple konkurriert um Emmys und Oscars, und Instagram kommt als nächstes."
Netflix sieht sich im Wettbewerb mit Big Tech um Talente, Werbegelder und die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Der Warner Bros-Deal, so argumentierte Sarandos, ist Teil davon, in dieser neuen Welt Schritt zu halten.

Bei Genehmigung würde die Netflix-Warner-Fusion das kombinierte Unternehmen mit etwa 85 Milliarden USD Schulden zurücklassen, etwas weniger als eine Verbindung mit Paramount erzeugen würde. Netflix sagt, dass sein Investment-Grade-Kreditrating und die vereinfachte reine Barstruktur den Warner-Aktionären mehr Sicherheit geben. Dennoch werden die Regulierungsbehörden den Deal voraussichtlich genau prüfen, und die Netflix-Aktie ist seit Bekanntgabe der Fusion um mehr als 15% gefallen, daher der Wechsel zu einem reinen Bar-Deal.
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